kooperationsgruppe "comprehensive molecular analytics"

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Vor-Ort-Analyse von Spuren illegaler Drogen durch ein neu entwickeltes mobiles Photoionisations-Ionenfallen-Massenspektrometer

E. Schramm (HMGU), S. Ehlert (UR), J. Hölzer (HMGU), M. Pütz (BKA), M. Sklorz (UR), A. Ulrich (TU München), J. Wieser (Optimare), R. Zimmermann (UR/HMGU)

Das SAFE-XUV-Projekt, eine Kooperation mit dem Bundeskriminalamt (BKA), wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen dieses Projektes wurde ein Demonstrationsgerät für die Spurenanalytik von sicherheitsrelevanten Substanzen entwickelt, das Ein-Photonen-Ionisation und Ionenfallen-Massenspektrometrie kombiniert. Zum Abschluss dieses Projektes wurde eine Messkampagne in einem realen Szenario durchgeführt. Dadurch konnte gezeigt werden, dass das Demonstrationsgerät sogar unter  ungünstigen Bedingungen wie hoher Luftfeuchtigkeit, staubiger und kalter Umgebung funktioniert.

Zu diesem Zweck wurde ein illegales Ecstasy-Labor in einem alten Bunker gewählt, der vom BKA beschlagnahmt worden war. Das Demonstrationsgerät wurde in einen kleinen Lieferwagen installiert und in den Bunker-Anlage gefahren. Dort wurden Messungen an Wischproben durchgeführt. Es war möglich, geringe Spuren der wichtigsten Ecstasywirkstoffs MDMA (3,4-Methylendioxymethamphetamin) auf dem Boden, den Wänden und den Instrumenten des Labors zu detektieren. Die Messungen konnten mit MS/MS Messungen des Molekülionen-Peaks bei  weicher Ein-Photonen-Ionisierung verifiziert werden. Die Mobilität und Feldtauglichkeit des Systems war dadurch bewiesen und das Projekt erfolgreich beendet.

Ergebnisse der Realszenario-Messkampagne
Ergebnisse der Realszenario-Messkampagne im Ecstasy-Labor: links: SPI Massenspektren; oben rechts: Ort der Probenahme für die unten dargestellten Ergebnisse; rechts: Zeitverlauf der SPI-FNF und MS / MS Signale während der Messung.