Säule 2: Strahlung und Risiko
Die zweite Säule der Forschungsthemen zielt auf das Verständnis der langfristigen Gesundheitseffekte von Strahlenexpositionen ab. Die wesentlichen Themen sind
- Mechanismus des Ablaufs von Gesundheitsschäden durch niedrige Strahlendosen
- Modellierung der Pathogenese und Analyse des Risikos
- Beeinflussung von Strahleneffekten
- Marker und molekulare Mechanismen der Strahlenkarzinogenese
Beispiele für die in diesem Bereich untersuchten Themen:
Krebsrisiko nach Strahlenexposition

Um das mit Dosen im Bereich von 10 bis über 100 mSv verbundene Krebsrisiko abzuschätzen, werden stochastische Modelle der Krebsentstehung entwickelt. Die Analyse wichtiger strahlenepidemiologischer Kohorten mit unterschiedlichen Modellen erlaubt die Ableitung von Risikowerten, die die in den Datensätzen enthaltene Information relativ unabhängig von den Annahmen einzelner Modelle darstellen.
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Biophysikalische Modelle

Das in der Arbeitsgruppe entwickelte und eingesetzte biophysikalische Modell PARTRAC simuliert die beim Durchgang von ionisierender Strahlung durch biologisches Material ablaufenden Prozesse im Computer. Unsere Arbeiten auf diesem Gebiet zielen insbesondere darauf, Mechanismen aufzudecken und zu verstehen, die nach dem Teilchendurchgang zu dauerhaften Veränderungen und Schäden an Zellen, Organen oder Organismen führen.
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Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen nach Strahlenexposition

Der biologische Prozess der Entstehung von Atherosklerose wird mathematisch modelliert. Diese Krankheit ist eine der Hauptursachen für Herzinfarkt und Gehirnschlag. Die Modelle werden an geeignete epidemiologische Daten (z.B. für die Atombombenüberlebenden von Hiroshima und Nagasaki) angepasst. Damit wird der mögliche Einfluss von ionisierender Strahlung auf verschiedene Phasen der Entstehung von kardiovaskulären und zerebrovaskulären Erkrankungen erforscht.
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