Root Ecophysiology
Phytoremediation ist eine moderne Technologie zur Entfernung von Schadstoffen aus Böden, Sedimenten und Wasserkörpern mit Hilfe von Pflanzen. Diese Technologie nutzt das Potenzial der Pflanzen, sich gegen Fremdstoffe zur Wehr zu setzen und aus ihnen ungefährliche Produkte zu bilden. Meist wird die Technik in sogenannten "constructed wetlands" eingesetzt, um unerwünschte Substanzen aus kommunalen Abwässern, Industrieabwässern und landwirtschaftlichen Abflüssen zu entfernen.
In der einfachsten Form werden Teiche aufgebaut und mit Pflanzen bestückt. Moderne Verfahren, die die Biologie der zu nutzenden Pflanzen in s Kalkül ziehen, verwenden elaborate mehrstufige Teichanlagen mit unterschiedlichen Pflanzenarten.
Die Graphik zeigt einen Querschnitt durch eine Modellkläranlage, die den Wurzelraum des Pflanzenfilters nutzt, um sowohl aerobe als auch anaerobe Verstoffwechslung der Schadstoffe zu fördern.
Die Effizienz der Anlage ist abhängig von der Verweilzeit des Wassers im System, von der Entgiftungskapazität der verwendeten Pflanzen und von der Pflanzendichte.

Pflanzliche Entgiftungsenzyme tragen maßgeblich zur Entfernung von organischen Schadstoffen und Agrarchemikalien in Pflanzenkläranlagen bei. Besonders die Aktivität der Glutathion S-Transferasen und die Verfügbarkeit des Biomoleküls Glutathion sind entscheidende Erfolgsparameter. Im Rahmen der europäischen COST Aktion (837 "Phytotechnologies for the removal of organic xenobiotics and heavy metals from soils and water") wurden Schilfpflanzen unterschiedlicher Herkunft auf ihre Entgiftungskapazität untersucht.



