Institut für Epidemiologie I (EPI I)

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Über das Institut für Epidemiologie I

Das Institut für Epidemiologie I (EPI I) erforscht die Bedeutung von Umwelt- und Lebensstilfaktoren, genetischer Konstitution und Stoffwechsel bei der Entstehung und Progression von Atemwegserkrankungen (COPD, Asthma), allergischen Erkrankungen der Haut, Stoffwechselerkrankungen (intermediären Phänotypen des Typ 2 Diabetes, Adipositas etc.) und ausgewählten Krebserkrankungen (z.B. Lungenkrebs).

Beginnend mit der perinatalen Entwicklungsphase haben Umweltexpositionen, wie zum Beispiel Luftschadstoffe aus dem Verkehr und in Wohnungen, ebenso wie lebensstilabhängige Verhaltensweisen (Ernährung, körperliche Aktivität, Rauchen etc.) nicht nur auf die Entstehung und den Verlauf von Krankheiten, sondern auch auf den normalen Entwicklungs- und Alterungsprozess des gesunden Menschen einen deutlichen Einfluss.

Das komplexe Zusammenspiel von Umwelt- und Lebensstilfaktoren mit Stoffwechselvorgängen und immunologischen Prozessen, die durch einen genetischen Hintergrund determiniert werden, und deren Effekte auf die Gesundheit des Menschen werden mit epidemiologisch-statistischen Methoden analysiert.

Das Institut nutzt hierzu die Daten und biologischen Proben aus den laufenden Kinderkohorten (GINI und LISA), der MONICA/KORA-Studie, und beteiligt sich federführend an der Planung der Nationalen Kohorte, einer neuen, zukunftsweisenden Kohortenstudie für Erwachsene in Deutschland.

Das Institut ist in zwei Arbeitsgruppen organisiert:


Forschungsschwerpunkte

Umwelt und Gesundheit:

  • Langzeitwirkungen von verkehrsabhängigen Luftschadstoffen auf die Mortalität, die Atemwegsgesundheit incl. Lungenfunktion und immunologische Parameter und potenzielle Effektmodifikation durch genetische Varianten
  • Biogene Innenraumexpositionen und Prägung des Immunsystems sowie Triggerfunktion für Exazerbationen bei bestehenden allergischen Erkrankungen und genetische Effektmodifikation.


Lebensstilfaktoren und chronische Krankheiten

  • Lebensstilfaktoren in der frühen Kindheit und die potenzielle Prägung von Erkrankungen im Jugend- und Erwachsenenalter (life course epidemiology approach)
  • Einfluss von Gen-Umwelt-Interaktionen auf den Stoffwechsel und Metaboliten-Profile in Bioproben
  • Ernährungs-, Lebensstil- und Stoffwechselfaktoren als Risikofaktoren für die Entwicklung ausgewählter Krebserkrankungen
  • Personalisierte Prävention von Stoffwechselerkrankungen durch spezifische Modifikation von Lebensstilfaktoren.


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