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Forschung: Übersicht

Die Forschung des Helmholtz Zentrums München konzentriert sich auf den Bereich „Environmental Health“.

Umweltbedingte Erkrankungen zählen zu den großen medizinischen und sozioökonomischen Herausforderungen für die westliche Welt. Die steigende Lebenserwartung der Bevölkerung und globale Umweltveränderungen führen zu einer dramatischen Zunahme von chronischen Krankheiten.

Das Helmholtz Zentrum München beteiligt sich an den Forschungsbereichen Gesundheit sowie Erde und Umwelt der Helmholtz Gemeinschaft mit 3 strategischen Programmen:

Um einen Beitrag zum Verständnis umweltbedingter chronischer Erkrankungen zu leisten, setzt das Helmholtz Zentrum München seinen Schwerpunkt auf die Erforschung von Krankheitsbildern wie Lungenerkrankungen, Diabetes, neurodegenerative Erkrankungen, sowie Erkrankungen des Immunsystems.

 

Der Fokus liegt auf dem Zusammenspiel von Genen, Umwelt und Lebensstil

Die Entstehung und der Verlauf dieser Erkrankungen werden durch das Zusammenspiel von persönlichen Risikofaktoren, Lebensstil und Umweltbedingungen beeinflusst. Als europaweit führendes Forschungszentrum mit der Ausrichtung auf „Environmental Health“, also der Verknüpfung von Biomedizin und Umweltforschung analysieren die Forscherinnen und Forscher des Helmholtz Zentrums München grundlegende Prozesse der Krankheitsentstehung, der Schädigung sowie der Abwehr- und Kompensationsfähigkeit des Organismus. Solche Untersuchungen können auf Grundlage der breiten Kompetenz und Expertise des Zentrums vor allem in den Bereichen Genomforschung, Zellbiologie, Bioinformatik, Biomathematik, Chemie, Physik und Medizin erfolgreich durchgeführt werden.

Die wissenschaftliche Arbeit des Helmholtz Zentrums München wird in 28 Instituten und selbstständigen wissenschaftlichen Abteilungen durchgeführt. Sie sind über die drei strategischen Programme vernetzt. Klinische Kooperationsgruppen und zwei Translationszentren bilden die Schnittstelle zur Anwendung am Patienten. Plattformen und Serviceeinrichtungen unterstützen die Wissenschaft mit Cutting-Edge- Technologien.

 

Translationaler Ansatz – Enge Vernetzung mit Kliniken

Im Helmholtz Zentrum München stehen auf der Basis exzellenter Grundlagenforschung Prognose- und Therapieansätze umweltbedingter chronischer Erkrankungen im Fokus der wissenschaftlichen Ausrichtung. Dabei untersuchen die Wissenschaftler in enger Vernetzung mit Kliniken molekulare Mechanismen der Krankheitsentstehung und entwickeln neue, individualisierte Ansätze in Prävention, Diagnostik und kausaler Therapie.

Translationale Forschung ist ein integraler Bestandteil der Forschungsorganisation des Helmholtz Zentrums München. Sie ermöglicht es, Wissen zu medizinischem Fortschritt weiterzuentwickeln und das Potenzial grundlagenwissenschaftlicher Erkenntnisse für die medizinische Anwendung nutzbar zu machen. Ziel der engen Zusammenarbeit mit den Kliniken der Münchner Universitäten ist es, Patienten schnell neue und verbesserte Therapie- und Diagnoseverfahren zur Verfügung zu stellen.

In der Forschungsstrategie des Helmholtz Zentrums München hat gerade die enge Verknüpfung von Forschung und Anwendung großer Bedeutung. Dies erreicht das Zentrum mit einem indikations- und disziplinübergreifenden Forschungsansatz (translationaler Ansatz).

Mit unseren Arbeiten leisten wir Beiträge für eine Medizin der Zukunft. Hier setzen die Forscherinnen und Forscher auf international genutzte experimentelle Plattformen sowie auf Klinische Kooperationsgruppen und Zentren für Translationale Medizin wie dem Translationszentrum für Lungenforschung. Es bestehen zahlreiche Kooperationen mit den Münchner Universitäten sowie mit anderen national und international führenden Institutionen.

Als nationales Kompetenzzentrum wird das Helmholtz Zentrum München auch weiterhin wichtige Aufgaben im Bereich der Strahlenforschung und des Strahlenschutzes wahrnehmen.

 

Wissenschaftsaustausch und Wertschöpfung

Das Helmholtz Zentrum München sorgt für Wissenschaftsaustausch und Wertschöpfung. Es fördert die Verwertung von neuen Technologien und die Anwendung von Ergebnissen z. B. durch Ausgründungen.

Besonderes Gewicht wird auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Personalentwicklung gelegt. Für unsere Aktivitäten zur Verwirklichung der Chancengleichheit wurden wir mehrfach ausgezeichnet.