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Entzündliche Lungenerkrankungen

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Kurzportrait

  • Helmholtz Zentrum München, Institut für Lungenbiologie (iLBD)

  • Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie, Asklepios Fachkliniken München-Gauting

  • Wissenschaftliche Zielsetzung: Im Zentrum der Forschungsaktivitäten der KKG stehen entzündliche Lungenerkrankungen, insbesondere die umweltbedingten chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (englisch: chronic-obstructive pulmonary disease = COPD), die im Volksmund auch als „Raucherhusten“ bekannt sind. Hierzu gehören die chronisch-obstruktive Bronchitis und/oder das Lungenemphysem, bei dem der Abbau von Alveolargewebe dazu führt, dass die innere Oberfläche der Lunge verkleinert wird. COPD wird durch regelmäßige Inhalation von Aerosolen verursacht, die beispielsweise im Zigarettenrauch vorkommen. Die Atemwege und das Lungengewebe sind chronisch entzündet, wodurch sich die Atemwegswände verdicken und die Luftwege immer enger werden. Die Diagnostik der COPD ist schwierig, und die zur Verfügung stehenden Therapieformen ermöglichen nur eine zeitweilige Linderung, aber keine Heilung. Die KKG widmet sich daher der Aufgabe, die Mechanismen der Krankheitsentstehung zu erforschen und daraus neue Diagnose- und Therapie-Verfahren zu entwickeln. Hierfür werden von der KKG entwickelte Verfahren der kontrollierten Inhalation sowie modernste molekularbiologische und immunologische Methoden eingesetzt.

  • Arbeitsschwerpunkte

    • Untersuchung der genetischen Ursachen von COPD und des Einflusses eingeatmeter Partikel auf die Expression von Entzündungsgenen: 90 Prozent der Patienten mit COPD sind Raucher, aber nur 15 Prozent aller Raucher entwickeln eine COPD. Genetische Veranlagungen scheinen daher mitentscheidend für den Ausbruch dieser Erkrankung zu sein. Vor diesem Hintergrund analysiert die KKG genetische Unterschiede zwischen Rauchern mit und ohne COPD mit dem Ziel, neue diagnostische Marker zur Früherkennung zu entwickeln, aber auch Zielgene für mögliche Therapieansätze zu definieren.

    • Entwicklung neuer diagnostischer Möglichkeiten, um das Krankheitsbild präziser zu beschreiben, z.B. durch Vermessung der Lungenstrukturen mittels HR-CT (high resolution computer tomography), welche eine Unterscheidung des Krankheitsbilds der COPD in Emphysem alleine und chronische Bronchitis alleine zuläßt. Daraus ließen sich dann in genetischen Untersuchungen etwaige Markergene für die eine oder die andere Untergruppe der COPD ableiten, was wiederum deren differentielle Behandlung nach sich ziehen wird. Zudem tragen Untersuchungen der Reinigungsmechanismen der Lunge zu einem besseren Verständnis der Erkrankung bei. Durch die Untersuchung neu entdeckter kleiner Makrophagen im Sputum wollen wir die Rolle dieser Zellen bei der Pathogenese der COPD klären, insbesondere die Frage, ob ihre überschießende Produktion an Cytokinen maßgeblich für die Aufrechterhaltung des Entzün-dungsprozesses ist.

    • Neue Therapieansätze, die den Krankheitsprozess aufhalten (Kausal-Therapie). Hierzu gehören die Optimierung von Inhalationsstrategien und neue Ansätze mit Cortison, Vitamin-A-Liposomen und Glutathion bzw. die Pneumokokken-Immunisierung durch Inhalation des Impfstoffes

    • Über diese Kernaufgaben hinaus arbeitet die KKG drittmittelfinanziert an grundsätzlichen Fragen der Entwicklung und Genregulation in Monozyten und Makrophagen

    • Induktion antibakterieller Antikörper durch Inhalation einer Pneumococcen-Vakzine
  • Herausragende Ergebnisse:

    • Entwicklung einer Apparatur zur kontrollierten Inhalation therapeutisch wirksamer Aerosole (AKITA), mit deren Hilfe eine hocheffiziente Dosierung und gezielte Deposition inhalierter Wirkstoffe in der Lunge möglich ist.

    • Entdeckung, dass in kleine Fetttröpfchen (Liposomen) verpacktes Vitamin A gewebsschädigende Proteasen blockieren und gewebsschützende Anti-Proteasen steigern kann, was eine Emphysementstehung verzögern könnte.
      Entdeckung einer neuen Population von kleinen Makrophagen mit pro-inflammatorischen Eigenschaften bei der COPD

  • Technische Ausstattung

    • Ganzkörper-Szintillationszähler und Biomagnetometer (Magnetopneumo-graph) zur Erfassung der schnellen und langsamen Reinigungsfunktion der Lunge, sowie der Phagozytose und Makrophagen Beweglichkeit

    • Apparatur zur kontrollierten Inhalation von Aerosolen (AKITA)

    • LightCycler für die PCR für molekularbiologische Diagnostik

    • 3- und 4-Farben Durchflusszytometer für immunologische Diagnostik

  • Freiwillige für klinische Studien
    Für unsere Studien zu neuen Verfahren und Medikamenten suchen wir  jederzeit freiwillige Probanden und Patienten. Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie uns bei unserer Arbeit unterstützen möchten, erfahren Sie Näheres unter http://www.eva-copd.eu/cms/www.eva-copd.eu/deutsch/index.html oder bei dem Leiter für Klinische Studien: Prof. Ziegler-Heitbrock, Tel: 089-3187-1882,

  • Literatur [zur Publikationsliste]

  • Diplom- und Doktorarbeiten
    Bewerber für Doktorarbeiten  oder Diplomarbeiten in den Bereichen Medizin, Biologie  und Medizintechnik wenden sich an Herrn Prof. Ziegler-Heitbrock ) oder  Frau Dr. Frankenberger ().

    Siehe auch www.monocyte.eu.