Gute wissenschaftliche Praxis

Die Hauptaufgabe des Helmholtz Zentrums München ist die Forschung auf den Gebieten Umwelt und Gesundheit und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf diesen Gebieten. Der Verwirklichung dieses Ziels sollen die Regeln zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis dienen.

Regeln zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis

Ombudsleute und die "Kommission für Fragen zur guten wissenschaftlichen Praxis"

  • Das Helmholtz Zentrum München bestellt Ombudsleute, die allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Zentrums zur Beratung und Unterstützung in Fragen guter wissenschaftlicher Praxis und ihrer Verletzung zur Verfügung stehen. Sie schlichten nach Möglichkeit Streitfälle im Vorfeld der Anrufung institutioneller Kontrollgremien.

  • Die MC-Mitglieder haben Vorschlagsrecht zur Benennung von zwei Ombudsleuten. Die Ombudsleute werden durch Beschluss des MC für die Dauer von 3 Jahren ernannt. Sie sind unabhängige, erfahrene und angesehene Wissenschaftler mit Kenntnissen der internen Verhältnisse am Helmholtz Zentrum München und sind für alle Mitarbeiter unmittelbar ansprechbar.

  • Für Fragen wissenschaftlichen Fehlverhaltens besteht im Helmholtz Zentrum München eine "Kommission für Fragen zur guten wissenschaftlichen Praxis".
  • Die Kommission berichtet dem MC über ihre Tätigkeit.

Verfahren zur Feststellung und Behebung wissenschaftlichen Fehlverhaltens

Der Hinweis auf wissenschaftliches Fehlverhalten kann an die Ombudsleute oder ein Mitglied der Kommission für Fragen zur guten wissenschaftlichen Praxis gegeben werden.

Erhalten die Ombudsleute einen Hinweis auf wissenschaftliches Fehlverhalten, so bitten sie die betroffene Person um eine Stellungnahme. Der Name des Informanten wird ohne sein Einverständnis nicht offenbart.

  • Die Ombudsleute wirken darauf hin, dass Regelverstöße gegen die gute wissenschaftliche Praxis im direkten Kontakt mit der betroffenen Person behoben werden. Sie informieren den Informanten über den Stand des Verfahrens. Die Ombudsleute berichten der Kommission abschließend schriftlich über die Verfahren, in denen sie tätig geworden sind.

  • Bleiben die Bemühungen der Ombudsleute ohne Erfolg oder besteht der Verdacht auf ein gravierendes Fehlverhalten, geben sie das Verfahren an die Kommission. Sie benachrichtigen dazu den Vorsitzenden der Kommission und den wissenschaftlich-technischen Geschäftsführer schriftlich. Der Vorsitzende beruft die Kommission ein.

  • Die Kommission wird außerdem direkt einberufen, wenn ein Mitglied der Kommission einen Hinweis auf wissenschaftliches Fehlverhalten erhält.

  • Die Kommission kann mit Einverständnis des Informanten die Ombudsleute mit der Klärung des Verdachtes auf wissenschaftliches Fehlverhalten und der Wiederherstellung guter wissenschaftlicher Praxis betrauen. 

  • Die Kommission erbittet andernfalls eine mündliche und/oder schriftliche Stellungnahme des vom Verdacht des Fehlverhaltens Betroffenen unter Nennung der Vorwürfe und Beweismittel innerhalb von 2 Wochen. Der Name des Informanten wird ohne sein Einverständnis in dieser Phase dem Betroffenen nicht offenbart.

  • Die Kommission erstellt einen Bericht und informiert den wissenschaftlich-technischen Geschäftsführer, den Betroffenen und den Informanten.

  • Die Geschäftsführung entscheidet innerhalb von 2 Wochen über die Einstellung des Verfahrens, seine Rückführung zur Kommission zur Schlichtung oder über weiterführende Konsequenzen unter Wahrung aller betriebsverfassungsrechtlichen Rechte des Betriebsrates.

  • Während des laufenden Verfahrens sind alle beteiligten Personen in Hinblick auf sämtliche, den Fall betreffende Informationen zur Wahrung strikter Vertraulichkeit verpflichtet.