Schwerpunkte

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Als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt ist das vorrangige Ziel des Helmholtz Zentrums München die Verbesserung der Gesundheit des Menschen für jeden Einzelnen, aber auch die Gesellschaft insgesamt (Public Health).

Dazu untersucht das Zentrum Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil und wendet die hieraus entstehenden Erkenntnisse an, um personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln.

Diabetes mellitus und metabolische Erkrankungen

Das Helmholtz Zentrum München bündelt seine Diabetesforschung im Helmholtz Diabetes Center und koordiniert die Helmholtz-Allianz ICEMED, deren Ziel es ist, wirksame Therapien und Präventionsansätze für Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus und Adipositas zu entwickeln. 

2010 wurde das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung e. V. (DZD) gegründet, das die nationale Kompetenz mit dem Ziel vereint, von Diabetes betroffenen Patienten schnell Nutzen zu bringen. Die Geschäftsstelle des DZD ist beim Helmholtz Zentrum München angesiedelt.

Weitere Informationen zum Forschungsschwerpunkt Diabetes

Lungenerkrankungen und Allergien

Mit einem translationalen Forschungsansatz engagiert sich das Helmholtz Zentrum München dafür, Erkenntnisse zum Wohl des Patienten schneller nutzbar zu machen. Gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München und den Asklepios-Fachkliniken München-Gauting hat das Helmholtz Zentrum München das Comprehensive Pneumology Center (CPC), ein Translationszentrum für Lungenforschung, gegründet. 

Das Lungenzentrum ist auf dem High-Tech-Campus in Großhadern angesiedelt und in moderne wissenschaftliche und klinische Infrastrukturen eingebunden. Es vernetzt eigene wissenschaftliche Forschungslabore und eine Forschungsambulanz mit den Asklepios-Fachkliniken München-Gauting und dem Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München. Das CPC ist der Münchner Partnerstandort im Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL).
Gemeinsam mit der Technischen Universität München hat das Helmholtz Zentrum München ein neues Allergiezentrum gegründet, um Ursachen allergischer Erkrankungen zu verstehen und therapeutische Ansätze zu ihrer Behandlung zu entwickeln. Das Programm Terrestrial Environment (TE) trägt durch seine Expertise im Bereich Pflanzen und Pollen zur Erforschung von Allergien bei.

Weitere Informationen zum Forschungsschwerpunkt Lunge

Neurologische und psychiatrische Erkrankungen

Das Helmholtz Zentrum München forscht mit zwei Instituten an den Themen Gehirn und Nerven, Neurodegeneration und Neuroregeneration und koordiniert die Helmholtz-Allianz „Geistige Gesundheit in einer alternden Gesellschaft“. Das Helmholtz Zentrum München beteiligt sich am Münchner Partnerstandort des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn.

Weitere Informationen zum Forschungsschwerpunkt Mental Health

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Mit seiner Expertise aus großen Bevölkerungsstudien trägt das Helmholtz Zentrum München zur Ursachenforschung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei. Die Analyse genetischer Faktoren und ihrer Wechselwirkung mit Einflüssen der Umwelt und des Lebensstils steht dabei im Vordergrund. Das Helmholtz Zentrum München beteiligt sich im Rahmen der 2010 gegründeten Munich Heart Alliance am Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung, das 2011 an den Start ging. In der Munich Heart Alliance bündeln die beiden Münchner Universitäten, das Max-Planck-Institut für Biochemie und das Helmholtz Zentrum München ihre Kompetenzen, um insbesondere die Translation von Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung in die klinische Forschung und Anwendung zu stärken. Für die Erforschung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen arbeiten die Programme Environmental Health und Systemic Analysis of Multifactorial Diseases (SAM) eng zusammen. Mit ihren unterschiedlichen wissenschaftlichen Ansätzen helfen sie dabei, molekulare und genetische Mechanismen von Krankheitsursachen aufzuklären und neue Strategien zur Prävention und Behandlung zu entwickeln.

Weitere Informationen zum Forschungsschwerpunkt Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Infektion und Immunität

Die Erforschung von Infektionserkrankungen bildet eine Schnittstelle der drei Zentrumsprogramme Environmental Health(EH), Systemic Analysis of Multifactorial Diseases (SAM) und Terrestrial Environment (TE). Neben den unterschiedlichen wissenschaftlichen Ansätzen zur Aufklärung von molekularen und genetischen Krankheitsmechanismen in EH und SAM unterstützt TE die Suche nach innovativen Therapieoptionen für Infektionserkrankungen.
Das Helmholtz Zentrum München erforscht chronische Infektionskrankheiten wie Hepatitis und dadurch verursachte Lebererkrankungen sowie menschliche endogene Retroviren und ihre Krankheitsfolgen. Es entwickelt diagnostische und therapeutische Konzepte, sowie Strategien, um virale Erkrankungen oder die Entstehung von Tumoren zu verhindern. Es beteiligt sich zusammen mit der Technischen Universität München, der Ludwig-Maximilians-Universität sowie dem Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr am ZIMM, dem Partnerstandort München des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung.

Weitere Informationen zum Forschungsschwerpunkt Infektion

Umweltforschung

Wasserqualität

Das Helmholtz Zentrum München erforscht mit Nachdruck, wie Wasserqualität gemessen und erhalten werden kann und baut in Kooperation mit wissenschaftlichen Partnern die Water Science Alliance auf.

Pflanzliche Abwehr

Ein weiterer Fokus ist die Erforschung pflanzlicher Abwehrmechanismen sowie effiziente Ressourcennutzung. Die Erforschung molekularer Mechanismen , die es Pflanzen erlauben, auf biotische sowie abiotische Faktoren zu antworten, hat besonderes Gewicht. Auf diesem Gebiet arbeitet das Helmholtz Zentrum München mit den pflanzenbiologischen Einrichtungen beider Münchner Universitäten zusammen.

Weitere Informationen zum Forschungsschwerpunkt Umwelt

Public Health

Entsprechend seinem vorrangigen Ziel, die Gesundheit des Menschen zu verbessern, widmet sich das Helmholtz Zentrum München auch zentrenübergreifend dem Thema Public Health: Es übernimmt zusammen mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) die führende Rolle bei der Planung einer großen nationalen Kohorte zur Analyse von Krankheitsrisiken in der Bevölkerung. Die auf bis zu 20 Jahre angelegte bundesweite Kohorte wird an 200.000 Bürgern Risikofaktoren für Volkskrankheiten wie Diabetes, Krebs, neurologische Erkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersuchen und neue Wege für die Prävention erschließen.