Institut für Diabetesforschung

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Gestationsdiabetes / Typ 2 Diabetes -  
Pathogenese und Prävention

Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) ist definitionsgemäß jeder Diabetes, der während der Schwangerschaft beginnt und diagnostiziert wird. Frauen, die während der Schwangerschaft einen Schwangerschaftsdiabetes entwickeln, erkranken später häufig an einem Typ 2 Diabetes. Im Rahmen der Deutschen prospektiven Gestationsdiabetes-Studie und der POGO-Studie wird bei mehr als 800 Frauen mit Gestationsdiabetes untersucht, welche Mechanismen und Faktoren für die Entstehung eines Typ 2 Diabetes postpartum verantwortlich sind.

Des Weiteren werden am Institut für Diabetesforschung derzeit zwei Präventionsstudien durchgeführt, die verhindern sollen, dass Frauen mit Gestationsdiabetes nach der Geburt einen Typ 2 Diabetes entwickeln: In der PINGUIN-Studie werden Frauen mit Gestationsdiabetes angeleitet, nach der Entbindung einen DPP4-Inhibitor einzunehmen und ihren Lebensstil positiv zu verändern, in der MUKIS-Studie werden die Frauen durch eine gezielte Bewegungs- und Ernährungstherapie zu einem gesünderen Lebensstil angeleitet.

Der Gestationsdiabetes hat nicht nur Auswirkungen auf die Mutter, sondern auch auf das Kind. So deutet eine Vielzahl von Studien darauf hin, dass Kinder von Müttern mit Gestationsdiabetes häufiger im Kindes- und Jugendalter übergewichtig waren und häufiger an Typ 2 Diabetes erkranken. Deshalb werden im Rahmen der Deutschen Prospektiven Gestationsdiabetes-Studie und der POGO-Studie auch mehr als 800 Kinder von Müttern mit und ohne Gestationsdiabetes untersucht. Ziel dieser Untersuchungen ist, herauszufinden, welche Faktoren und Mechanismen für die Entstehung von Übergewicht bei diesen Kindern verantwortlich sind. Der Fokus liegt hierbei insbesondere auf der Analyse von Genen und Umweltfaktoren als Determinanten von Übergewicht sowie auf der Durchführung von Mikrobiom-Analysen.

Ansprechpartner: Dr. oec. troph. Sandra Hummel
Tel. 089 / 3187 - 4599
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