Institut für Diabetesforschung

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Nabelschnurblut für Kinder mit Typ 1 Diabetes

Ziel dieser Studie ist es, die Blutzuckerkontrolle bei Kindern mit Typ 1 Diabetes zu verbessern. Erreichen möchten die Studienärzte das, indem sie den Kindern körpereigenes Nabelschnurblut übertragen. Bereits 23 Kindern mit neu aufgetretenem jugendlichen Diabetes wurde in den USA ihr eigenes Nabelschnurblut übertragen. Nach sechs Monaten zeigte sich, dass die Transfusion des Nabelschnurbluts die Anzahl der regulatorischen T-Zellen deutlich gesteigert hat. Zudem waren die regulatorischen T-Zellen auch nach sechs Monaten noch im peripheren Blut nachweisbar.

Weiterhin lagen in der transfundierten Gruppe der HbA1c niedriger und der stimulierte C-Peptid-Spiegel höher als im Vergleich zur Kontrollgruppe. Nach zwölf Monaten konnten die Wissenschaftler im Vergleich des HbA1c-Werts und des Insulinbedarfs keinen signifikanten Unterschied mehr zwischen der Kontrollgruppe und der transfundierten Gruppe feststellen. Der HbA1c-Wert war allerdings im ersten Jahr in der transfundierten Gruppe früher stabil als in der Kontrollgruppe und der GAD-Antikörper-Wert im Serum sank von 4,2 units/ml auf 3,5 units/ml. Diese Ergebnisse legen für die Ärzte den Schluss nahe, dass Immunzellen im Nabelschnurblut die weitere Zerstörung der Insulin produzierenden Betazellen verhindern könnten.

Der Vorteil der Nabelschnurblut-Studie im Vergleich zu anderen Stammzelltherapien ist offensichtlich. Da es sich um autologes Nabelschnurblut handelt, gibt es keine Risiken für den Patienten; der Einsatz von Immunsuppressiva ist nicht notwendig. Bisher konnten die Forscher keine unerwünschten Nebenwirkungen bei der Transfusion von Nabelschnurblut feststellen.

Vorerst sollen in Deutschland zehn Kinder an der neuen Studie teilnehmen. Bisher haben fünf Kinder eine Nabelschnurbluttransfusion erhalten. Mitmachen können Kinder ab dem Alter von einem Jahr, deren Typ 1 Diabetes-Diagnose nicht länger als zwölf Monate zurückliegt und die über ihre eigene Nabelschnurblutprobe verfügen. Weitere 20 Kinder ohne Nabelschnurblutprobe können in einer Kontrollgruppe C-Peptid, Insulin, Antikörper, HbA1c und T-Zellen untersuchen lassen.

Interessierte Eltern melden sich bitte bei

Ansprechpartnerin: Eleni Giannopoulou
Tel. 089 / 3187 - 4797