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Prinzip der Zellsortierung mit Hilfe eines abreißenden Flüssigkeitsstrahls:




1. Man benötigt eine Einzelzellsuspension, wie zum Beispiel Blutzellen oder mechanisch oder enzymatisch vereinzelte Gewebezellen.

2. Die Zellen werden mit Fluoreszenzfarbstoffen markiert. Gebräuchlich sind Färbungen von Proteinen auf der Zelloberfläche, Bestandteile des Zytoplasmas oder des Zellkerns, zum Beispiel grün-, gelb- und rotfluoreszent.

principle of a flow cytometric cell sorter


3. Im Zellsortierer (cell sorter) wird die Zellsuspension so durch eine Düse gepresst, so dass die gefärbten Zellen einzeln nacheinander in die Mitte eines Flüssigkeitsstrahls gelangen (hydrodynamische Fokussierung). Die Intensität der Fluoreszenzen jeder Zelle werden am Beobachtungspunkt, wie in einem analytischen Flusszytometer, bei Laserlichtanregung mehrparametrig >> gemessen und die Fluoreszenzen aller Zellen der Zellprobe auf einem Computer-Bildschirm als >> Histogramme oder >> zweiparametrige Verteilungen dargestellt. Diejenigen Zellpopulationen, die angereichert werden sollen, werden auf dem Bildschirm markiert. Da in der Düse periodische Druckschwankungen auf den Flüssigkeitsstahl ausgeübt werden, reißt dieser nach der flusszytometrischen Messung ab und >> es bilden sich Tröpfchen. Der Flüssigkeitsstrahl wird durch die Sortierelektronik im Augenblick des Abreißens positiv oder negativ aufgeladen, falls die Zelle im gerade abreißenden Tröpfchen nach rechts bzw. nach links sortiert werden soll. Die elektrische Ladung bleibt auf dem Tröpfchen, wenn es vom Flüssigkeitsstrahl abgerissen ist. Im folgenden elektrischen Feld werden die geladenen Tröpfchen, die die gewünschten Zellen enthalten, nach rechts (z.B. grün) bzw. links (gelb) entsprechend ihrer Ladung elektrostatisch abgelenkt und können getrennt aufgefangen werden.

4. Die sortierten Zellen stehen nun für weitere Experimente oder Messungen zur Verfügung.



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