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Archetypen beschreiben medizinische Konzepte

Archetypen definieren die oft wechselnden Konzepte in der medizinischen Praxis. Sie kombinieren die vordefinierten Elemente des Referenzmodells und schränken die Ausprägungen ihrer Attribute ein. Dabei wird eine formale Beschreibung erzeugt, die die Verwendung von Terminologien und Übersetzungen in mehrere Sprachen einschliesst. So entsteht ein Informationsmodell, das u.a. Metadaten bereitstellt (z.B. Angaben zur adäquaten Anwendung und dem potentiellen Missbrauch des Archetypen, Referenzen und Verknüpfung mit Terminologien) und die Grundlage für eine semantisch interoperable elektronische Krankenakte bildet.

Medizinische Informationen können durch die Anwendung des Dualen-Modells richtig interpretiert werden, selbst wenn deren Struktur zuvor nicht abgestimmt wurde. Dies ist besonders beim Austausch von klinischen Inhalten zwischen verschiedenen Einrichtungen, bei einer lebenslangen Gesundheitsakte oder bei der Anbindung an Entscheidungsunterstützungssysteme wichtig.

In einrichtungsübergreifender Zusammarbeit definierte Archetypen können in einem Repository zur gemeinsamen Verwendung bereitgestellt werden.
Ein Beispiel dafür ist der OpenEHR Clinical Knowledge Manager, der bereits über 200 Archetypen umfasst.