institut für ökologische chemie

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Institut für Ökologische Chemie (IOEC)

Das Institut für Ökologische Chemie (IEC) arbeitet mit seiner breit gefächerten Forschungstätigkeit an der Schnittstelle von natürlich und künstlich veränderter Umwelt und menschlicher Gesundheit. Das IEC zeichnet sich durch die starken Verbindungen zwischen seiner hochentwickelten Analytik und den wissenschaftlichen Themen der chemischen Biologie und der Ökotoxikologie aus. Auf diese Weise bildet es eine wichtige Brücke zwischen Forschungsgebieten, die an der Umwelt und an der Gesundheit orientiert sind.

Es ist bekannt, dass sowohl Verunreinigungen als auch natürliche Substanzen eine beeinflussende Wirkung auf den Stoffwechsel lebender Systeme im Ultraspurenbereich haben können. Neben dem sicheren Nachweis, dass solche Substanzen in der Umwelt und in Organismen vorliegen, ist die molekulare Wechselwirkung mit lebenden Systemen und den mit ihr verbundenen Veränderungen in der Systemleistung bis hin zu möglichen menschlichen Erkrankungen besonders wichtig. Metabolomische Biomarker zum frühen Nachweis beeinträchtigter Funktionen werden für ausgewählte Bio(Geo)-Systeme und Systemabschnitte neu geschaffen; zur Vermeidung von Dysfunktionen werden Präventivstrategien entwickelt.

Die Abteilung für Biogeochemie und Analytik charakterisiert komplexe biologische und biochemische Materialien und Systeme mit hochauflösenden Spektroskopietechniken und Trennverfahren. Statistische Methoden der Datenverarbeitung und Visualisierung dieser umfassenden Datensätze ermöglichen eine Beschreibung grundlegender Ökosystemprozesse und die Entstehung und Entwicklung von Krankheiten in molekularer Auflösung. Die Forschungsschwerpunkte der Kooperationsgruppe „Analytik Komplexer Molekularer Systeme“ bauen auf den Themen der programmorientierten Forschung auf dem Gebiet Gesundheit und Umwelt auf. Ein wichtiges Forschungsgebiet ist die Umweltanalyse mit Gesundheitsbezug: der Schwerpunkt ist hier, welche Auswirkungen Feinstaub und Aerosole auf die Gesundheit haben. Diese Tätigkeiten werden als Teil des NanoHealth-Projekts in enger Zusammenarbeit mit Forschungsgruppen ausgeführt, die im Helmholtz Zentrum München im Bereich der Epidemiologie und der Toxikologie arbeiten. Auf dem Gebiet Comprehensive Molecular Profiling arbeiten wir daran, komplexe molekulare Systeme in biologischen Matrices und in Umweltanalyse zu charakterisieren. Zu diesem Zweck benutzen wir multidimensionale chromatographische/massenspektroskopische Analyseverfahren sowie chemometrische Werkzeuge zur Datenanalyse. Aktivitäten im Bereich des Projektes für analytische Verfahrensentwicklung sind auf die Entwicklung von Verfahren, Prozessen und Technologien der Medizin- und Umweltanalytik und in der Bioanalytik konzentriert; sie sind direkt mit der Analytischen Verfahrensentwicklung an der Universität Rostock verbunden.

Das Institut und seine analytischen und systemorientierten Kompetenzen stehen dem gesamten Helmholtz Zentrum München für institutsübergreifende gemeinsam entwickelte Forschungsansätze zur Verfügung. Darüber hinaus wird ständig daran gearbeitet, verfügbare analytischen Verfahren und experimentelle Ansätze weiterzuentwickeln, die gezielt für künftige Themen anwendbar sind und die neue Forschungsgebiete eröffnen.

Projektleiter sind K.-W. Schramm, R. Zimmermann
 

Forschungsgruppen und Einheiten

1. Ökotoxikologische Risikobewertung in der Umwelt
    Leiter und Principal Investigator: Prof. Dr. K.-W. Schramm

2. Luftschadstoffe und menschliche Gesundheit
    Leiter und Principal Investigator: Dr. M. Kirchner    

Ab 1.1.2011 ist die Abteilung Molekulare BiogeoChemie und Analytik übergeggangen in die neue selbstständige Abteilung Analytische BiogeoChemie (BGC)
    Leiter: PD Dr. P. Schmitt-Kopplin