join-in

 

Wie bei allen AAL geförderten Projekten hat die Arbeit mit den Nutzern bei Join-In einen hohen Stellenwert. Dabei ist es wichtig, sie in ihren vielfältigen Lebenswelten kennenzulernen und ihre Bedürfnisse und Wünsche zu erfassen. Join-In hat Nutzergruppen in Deutschland, Ungarn, Norwegen und Irland. Die Gruppen formen sich aus Teilnehmern von Seniorenclubs, Patientenorganisationen, Kirche, Nachbarschaftshilfe und Pflegepatienten. Sie alle verbindet ein großes Interesse an einer aktiven Gestaltung des Alters.

In einer ersten Phase werden die Wünsche, Interessen, Ängste und Verhaltensweisen durch Fragebögen, Gruppendiskussionen, Interviews sowie Beobachtungen erfasst. Im Rahmen von „Spielenachmittagen“ werden sowohl bekannte als auch unbekannte Gesellschaftsspiele gespielt und die Vorlieben der Teilnehmer evaluiert. Im weiteren Verlauf werden verschiedene Spiele am Computer getestet und auch Bewegungsspiele (z.B. Wii und Kinect) mit den Nutzern geprüft. Dabei werden zum einen die Eignung und Bedienungsfreundlichkeit bewertet und zum anderen werden Nutzeranforderungen gemeinsam definiert.

Wir arbeiten mit Schlüsselpersonen, die mit ihren Erfahrungen in den unterschiedlichen Bereichen der Seniorenarbeit wie z.B. Pflege, Bildung, Gesundheitsorientierung und Sozialpädagogik einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer Lösung leisten können, die auch  von der Nutzergruppe akzeptiert wird. Anhand der Ergebnisse soll eine Methodologie zum Einbinden von Senioren in soziale Netzwerke entwickelt werden. Wichtige zu beantwortende Fragestellungen sind unter anderem wie die Zielgruppe zur Teilnahme motiviert werden kann und welche Angebote Akzeptanz finden. Ein interessanter Aspekt ist hierbei, ob sich Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern herauszufiltern lassen.

Eines unserer bisherigen Ergebnisse ist, dass der Faktor Kommunikation länderübergreifend im Vordergrund steht. Gleichzeitig wurde ersichtlich, dass, wenn man über neue Technologien spricht, das Verschwinden des Menschen hinter der Technologie eine der größten Ängste der Zielgruppe ist. Join-In ist es wichtig, Menschen zu verbinden und sie da abzuholen, wo sie stehen, damit das Endprodukt als ein integrativer Bestandteil des Alltags akzeptiert wird.