join-in

 

Join-In ist ein Kooperationsprojekt, das den Einsatz von IT-basierten Assistenzsystemen erforscht. Es entwickelt Lösungen die ältere Personen unterstützen im Alter soziale Kontakte zu unterhalten. Das Join-In Projekt möchte den Kreislauf von Vereinsamung, sozialer Isolation und Bewegungsmangel durchbrechen. Wissenschaftliche Studien beweisen, dass Personen ohne sozialen Kontakt überdurchschnittlich von Krankheiten wie z.B. Infarkt und Schlaganfall betroffen sind. Sozialer Rückzug führt zu Isolation, ein fehlendes Interesse an körperlicher Ertüchtigung verzögert Heilprozesse und führt zum Abbau wichtiger Körperfunktionen.

Um die Anforderungen dieser sehr heterogenen Nutzergruppe an die Lösungen zu evaluieren, werden die Bedürfnisse der Anwender untersucht. Neben der Zielgruppe analysiert Join-In auch die Interessen und Vorbehalte von Angehörigen und Betreuungspersonen. Fernerhin wird eine Methodik entwickelt, um an die innovativen Lösungen heranzuführen und Akzeptanzprobleme zu überwinden.

Die in Join-In entwickelten Technologien bieten die Möglichkeit, sich an sozialen Aktivitäten zu beteiligen, ohne die Wohnung verlassen zu müssen. So können Join-In Teilnehmer u. a. mit Hilfe einer preisgünstigen „Fernseh-/Settop Box" oder einer PC-basierten Lösung

  • virtuell den „Reisestammtisch“ besuchen, wenn das Wetter einen reellen Besuch unmöglich macht;

  • Enkeln eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen, auch wenn diese weit entfernt wohnen;

  • mit Bekannten zusammen spielen oder gemeinsam turnen.

Das Projekt möchte bestehende und neue Kontakte fördern und wird entsprechende Angebote bereitstellen und auswerten. Hierzu werden ein virtuelles soziales Netzwerk aufgebaut und altersgerechte Spiele und sog. „Exergames“ (Bewegungsspiele und Sportübungen), die man mit anderen und mit Unterstützung eines Moderators durchführen kann, entwickelt. Nutzerfreundlichkeit, einfache Bedienbarkeit, die Möglichkeit der Teilnahme von Personen mit altersbedingten, körperlichen Einschränkungen und das Preis-Leistungsverhältnis stehen bei allen Entwicklungen im Vordergrund.
Zehn Partner aus den unterschiedlichsten Bereichen bringen ihr Fachwissen in das Join-In Projekt ein, das unter Leitung des Helmholtz Zentrums München durchgeführt und im Rahmen von AAL Joint Programme gefördert wird.