Informationen zum Thema Übergewicht / Adipositas
Übergewicht an sich ist zunächst nicht als Krankheit anzusehen. Wenn das Übergewicht jedoch ein bestimmtes Maß überschreitet, wird es als Adipositas bezeichnet und als Krankheit eingestuft (WHO, 1997). Krankhaft wird Übergewicht ab einem bestimmten Ausmaß insofern, als dass es dann, je nach Fettverteilung, ein deutlich erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen nach sich zieht.
Definition: Der Body-Mass-Index (BMI) ist die gängigste Maßzahl, um Übergewicht oder Adipositas zu definieren. Er wird berechnet, in dem das Körpergewicht (kg) durch die Körpergröße zum Quadrat (m²) dividiert wird. Liegt ein BMI über 25 vor, spricht man von Übergewicht und über 30 von Adipositas.
Neben dem BMI wird auch der Taillenumfang zur Risikoabschätzung verwendet. Er sollte bei Frauen nicht mehr als 88 cm und bei Männern nicht mehr als 102 cm betragen.
Ursachen: Übergewicht und Adipositas hat viele Ursachen, unter anderem besteht häufig eine entsprechende genetische Veranlagung. Hinzu kommt häufig ein Ungleichgewicht von Energiezufuhr und –verbrauch durch Überernährung und/oder Bewegungsmangel.
Vorkommen und Verbreitung: Etwa jeder dritte erwachsene Bundesbürger ist übergewichtig. Im jüngeren Lebensalter sind eher Männer betroffen, ab dem vierzigsten Lebensjahr überwiegt der Anteil der Frauen. Besonders auffällig ist, dass es in den letzten Jahren immer mehr übergewichtige Kinder gibt (Daten der Nationalen Verzehrsstudie II, 2007).
Folgen: Adipositas geht mit einem hohen Anteil an Begleit- und Folgeerkrankungen wie z.B. Typ 2 Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Gelenk- und Rückenbeschwerden einher und erfordert ein langfristiges Behandlungs- und Betreuungskonzept. Es ist unbestritten, dass Übergewicht und Adipositas hohe Kosten für das Gesundheitssystem verursachen.
Im Rahmen der KORA-Studie wird der Zusammenhang von Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes bereits seit Jahren untersucht. Weitere Untersuchungen ergaben, dass schwer adipöse Menschen hohe Kosten im stationären Bereich, durch Arztbesuche und durch krankheitsbedingte Arbeitsausfälle verursachen.
