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Augsburger Umweltstudie

In den letzten Jahren häufen sich die Hinweise, dass sich Luftschadstoffe nicht nur negativ auf die Lungenfunktion auswirken, sondern auch Einfluss auf das Herzkreislaufsystem haben. An Tagen mit erhöhten Luftschadstoffwerten steigt zum Beispiel die Anzahl an Krankenhauseinweisungen aufgrund von Herzproblemen.

Im Rahmen der Augsburger Umweltstudie werden hochempfindliche Entzündungsanzeiger im Blut bestimmt. Obwohl die erwarteten Schwankungen im Normalbereich der Blutwerte liegen, ermöglichen es moderne statistische und molekularbiologische Methoden, Auskunft über die Wirkweise der Luftschadstoffe und das Ausmaß der zu erwartenden Auswirkungen von Spitzenbelastungen zu erhalten.

Parallel dazu werden zusätzlich zum Messprogramm des Landesamts für Umweltschutz in Augsburg Schadstoffmessungen durchgeführt, um den Feinstaub in seiner Zusammensetzung noch besser zu charakterisieren. Jeder Teilnehmer wird gefragt, ob er oder sie bereit ist, darüber hinaus Messungen mit einer mobilen Einheit durchzuführen, die die Anzahl der Feinstaub-Partikel in der Luft, den Lärm und das Mikro-Klima erfassen. Dadurch können Aussagen nicht nur zu der Relevanz der Konzentrationen an Messstellen, sondern auch im persönlichen Umfeld abgeleitet werden.

Die Studie wird durchgeführt, um Entscheidungsprozesse der Gesetzgeber über Grenzwerte und weitere sinnvolle Maßnahmen zu unterstützen. Finanziert wird die Studie vom Helmholtz Zentrum München und der Umweltbundesbehörde der USA.