kora - kooperative gesundheitsforschung in der region augsburg

Schriftgröße »A . A+ . A++ .

Über KORA

Wussten Sie, dass ...

  • Patienten mit Typ-2-Diabetes besonders oft von Herzinfarkt bedroht sind?
  • Arteriosklerose nicht nur eine Ablagerung in den Gefäßen, sondern eine Entzündungskrankheit ist?
  • verschmutzte Luft Herzinfarkte auslösen kann?


Zu diesen und weiteren wichtigen neuen Ergebnissen hat die KORA-Studie, in deren Rahmen Wissenschaftler seit über 20 Jahren den Gesundheitszustand der Augsburger Bevölkerung untersuchen, beigetragen. Begonnen hat es mit der Suche nach Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, doch inzwischen werden zahlreiche weitere wichtige chronische Erkrankungen in die Untersuchungen mit einbezogen.

Mittlerweile nahmen rund 20.000 Personen an den KORA-Studien teil und trugen dazu bei, eine umfangreiche und wissenschaftlich wertvolle Datensammlung zu erstellen. Diese "Goldgrube der Wissenschaft" macht Augsburg in der Gesundheitsforschung zu einer weltbekannten Stadt.

Was ist KORA?

KORA steht für "Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg". Konkret handelt es sich hierbei um eine Forschungsplattform, die von verschiedenen nationalen und internationalen Forschergruppen genutzt wird.

Einwohner der Region Augsburg haben durch ihre Teilnahme an den KORA-Studien maßgeblich zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen beigetragen. Es wurde eine repräsentative Zufallsstichprobe aller 25- bis 74jährigen Einwohner zur Teilnahme eingeladen. Die Eingangsuntersuchungen fanden seit 1984 in vier Wellen im Abstand von je fünf Jahren statt. Alle Teilnehmer werden regelmäßig in mehrjährigen Abständen schriftlich zu ihrer Gesundheit befragt und zum Teil erneut untersucht. Damit kann der Verlauf der Gesundheit über Zeiträume von bis zu mehr als 20 Jahren beschrieben werden. Zeitgleich wurde in Kooperation mit dem Klinikum Augsburg ein Herzinfarktregister aufgebaut, das alle durch Herzinfarkt verursachten Sterbefälle und nicht tödlichen Herzinfarkte erfasst. Zahlreiche weitere Studien und Untersuchungen kamen hinzu. Das Ergebnis ist eine umfangreiche Sammlung an Daten und Proben, aus denen laufend wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen und in jährlich ca. 50 Publikationen veröffentlicht werden.

Wer betreibt KORA?

Für Infrastruktur, Konzeption, Organisation und Durchführung der Studien sorgen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München, genauer das Institut für Epidemiologie II und das Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen.

Wer sind die Kooperationspartner?

Die Durchführung der KORA-Studien ist nur möglich durch die enge Kooperation mit dem Zentralklinikum Augsburg und niedergelassenen Ärzten der Region sowie mit der Stadt Augsburg, insbesondere dem Gesundheitsamt, und der Universität.

An der Durchführung und Auswertung der KORA-Studien beteiligen sich zudem Partner von zahlreichen deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen und sogar aus dem Ausland. Diese Partner bringen Spezialwissen aus den verschiedenen Forschungsbereichen mit ein und beteiligen sich auch an der Finanzierung der Studien.

Welche Themen werden erforscht?

Im Mittelpunkt steht traditionell die Untersuchung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, doch inzwischen sind weitere chronische Erkrankungen wie etwa Typ-2-Diabetes, Allergien und Lungenerkrankungen hinzugekommen. Insbesondere zur Erforschung genetischer Faktoren können die KORA-Daten viel beitragen. Im Mittelpunkt der aktuellen KORA-Untersuchungen steht die Frage nach den Einflussfaktoren für Gesundheit im Alter: Wie gesund sind die über 65-Jährigen, wovon hängt dies ab und wie lässt sich die Versorgung Kranker verbessern?


nach oben