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Geschichte: 1990 - bis heute

Am 1. Oktober 2005 ging der Prielhof in Scheyern in die Pacht des heutigen Helmholtz Zentrums München über. Damit wird die seit 15 Jahren bestehende erfolgreiche wissenschaftliche Nutzung des Klostergutes weitergeführt.

Seit 1990 hatte die Technische Universität München das Gut gepachtet, um gemeinsam mit dem heutigen Helmholtz Zentrum München die Ursachen der Umweltbelastungen in der Agrarlandschaft zu erforschen und sie durch neue Erkenntnisse und den Einsatz neuer Technologien zu verringern. Darüber hinaus galt es, die Vor- und Nachteile von Bewirtschaftungssystemen zu erforschen.

Das Verbundprojekt war vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in zweistelliger Millionenhöhe gefördert worden, der Freistaat Bayern trug die Kosten für Pacht und Bewirtschaftung des Versuchsguts. Der Ansatz ist weltweit einmalig und gilt als eines der erfolgreichsten Ökosystemforschungsprojekte Deutschlands. Mehrere Hundert Publikationen, zahlreiche Dissertationen und Patente und nicht zuletzt eine Reihe wesentlicher technischer Weiterentwicklungen im Bereich der GPS-gestützten Bewirtschaftung sind im Rahmen des „Forschungsverbundes Agrarökosysteme München“, kurz FAM, entstanden. Der FAM endete im Jahr 2004 und hinterließ einen der am besten charakterisierten und kartierten Agrarlandschaftsausschnitte Europas.