Profil

Das Helmholtz Zentrum München ist das Deutsche Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt. Wir erforschen das Entstehen von Volkskrankheiten im Kontext von Umweltfaktoren, Lebensstil und individueller genetischer Disposition und entwickeln neue Ansätze für Prävention, Diagnose und Therapie. Besonderen Fokus legt das Zentrum auf die Erforschung des Diabetes mellitus und chronischer Lungenerkrankungen.

Als Forschungseinrichtung des Bundes und des Freistaats Bayern sind wir Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

Geschichte des Helmholtz Zentrums München

1960entsteht in Neuherberg bei München die Versuchs- und Ausbildungsstätte für Strahlenschutz, die 1964 zur eigenständigen Gesellschaft für Strahlenforschung (GSF) wird. Schwerpunkte sind hämatologische Forschung, Untersuchungen zur Endlagersicherheit und Grundwasserschutz, Strahlen- und Nuklearbiologie.
1966beginnt am Zentrum die Forschung zur Endlagerung radioaktiver Abfälle.
1968/1969entstehen die Abteilung für Biophysikalische Strahlenforschung, die zur Keimzelle der heutigen Aerosolforschung des Zentrums wird, und das Institut für Ökologische Chemie, das Pionierarbeit bei der Risikobewertung von Chemikalien in der Umwelt leistet.
1971 beginnt das Zentrum mit dem Aufbau des Forschungsschwerpunktes Umweltchemikalien und erweitert seinen Namen in Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung.
1975gelingt GSF-Wissenschaftlern gemeinsam mit Medizinern Münchner Kliniken der erfolgreiche Einsatz der Knochenmarkstransplantation zur Leukämiebehandlung.
1977 beginnt das Zentrum einen Konzentrationsprozess auf Strahlen- und Umweltforschung.
1978werden Modelle zur Abschätzung des strahlengenetischen Risikos erarbeitet.
1984wird mit den Expositionskammern das erste Großgerät zur Simulation von Umweltbedingungen in Betrieb genommen.
Die Waldschadensforschung in Kooperation mit den Münchener Universitäten beginnt.
Im Rahmen eines WHO-Projekts wird mit dem Aufbau der Gesundheitsforschungsplattform in Augsburg begonnen.
1986beginnt die Lungenforschung am GSF-Forschungszentrum.
1990 ändert die Einrichtung ihren Namen in GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, um damit seine Entwicklung zum größten deutschen Zentrum für Umweltwissenschaften zum Ausdruck zu bringen.
1993 starten am GSF-Forschungszentrum Projekte zur klinisch-translationalen Forschung, um neue Wege in der Zusammenarbeit zwischen Grundlagenforschung und klinischer Anwendung zu gehen.
1995markiert die Gründung der Klinischen Kooperationsgruppe Aerosolmedizin.
Die Endlagerforschung für radioaktive Abfälle wird beendet.
1996die Herz-Kreislauf-Risiko Forschung wird zur Kooperativen Gesundheitsforschung in der Region Augsburg (KORA-Plattform) ausgebaut.
1997 beginnt die GSF im Rahmen des Deutschen Human-Genom-Projekts mit dem Aufbau der weltweit größten Mausmutanten-Sammlung.
1999/2000verstärkt das Zentrum mit der Gründung des Genomanalysezentrums, sowie der Institute für Experimentelle Genetik, Humangenetik, Bioinformatik und Molekulare Strahlenbiologie seine Forschungsansätze im Bereich der Genom- und Proteomforschung.
2001Die Gründung von vier neuen Klinischen Kooperationsgruppen spiegelt die zunehmende Vernetzung der Forschung wieder.
2004Auf dem Gebiet der Lungen- und Atemwegsforschung rangiert das Zentrum mit an der Spitze der am häufigsten zitierten deutschen Forschungsinstitute.
Das erste Institut für Stammzellforschung in Deutschland wird an der GSF gegründet. Die Forschung zu neurodegenerativen Erkrankungen wird weiter ausgebaut.
2006 bündelt das Zentrum seine Aktivitäten im Bereich Gesundheit und Umwelt und beginnt die strategische Neuausrichtung auf Environmental Health. Ein neuer Fokus wird auf dem Gebiet Translationale Forschung gesetzt, um Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung schnellstmöglich in die klinische Anwendung zu bringen.
2007verstärkt das Zentrum mit der Gründung des Instituts für Strukturbiologie sowie der Neubesetzung der Institute für Strahlenbiologie und für Biologische und Medizinische Bildgebung seine Kompetenzen auf dem Gebiet der Gesundheitsvorsorge und der Entwicklung innovativer Diagnose- und Therapieverfahren.
2008 kommt die strategische Neuausrichtung auch in der Umbenennung in Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt zum Ausdruck.
Das Lungentranslationszentrum Comprehensive Pneumology Center (CPC) wird aufgebaut.
2009 Das Helmholtz Zentrum München wird Partnerinstitut im Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE).
Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung e.V. wird mit vier strategischen Partnern gegründet.
Über 800 Publikationen untermauern den internationalen Führungsanspruch im Bereich Environmental Health.
Removab wird zugelassen. Es handelt sich dabei um den ersten therapeutischen Antikörper aus Deutschland. Er stammt aus der Zentrums-Ausgründung „Trion“. Im gleichen Jahr erfolgt der Austritt aus dem Deutschen Atomforum.
2010

wird das Helmholtz Zentrum München Partner im Spitzencluster "m4 - Personalisierte Medizin und zielgerichtete Therapien". Die Helmholtz Graduate School Environmental Health (HELENA) wird gegründet.

2011Das Helmholtz Zentrum München ist an allen sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung beteiligt.
Das Diabetes Research Department wird eröffnet und ist sichtbarer Ausdruck des erfolgreich etablierten Forschungsschwerpunktes.
2012Nach dem 2011 gegründeten Lungeninformationsdienst startet der Diabetesinformationsdienst München. Das Helmholtz Zentrum München koordiniert die Helmholtz-Allianz ICEMED – Imaging and Curing Environmental Metabolic Diseases.
2013Das Helmholtz Zentrum München baut die Diabetesforschung weiter aus. Im Januar wird in Garching das Institut für Diabetes- und Regenerationsforschung offiziell eröffnet. Die erste Helmholtz-Nature Medicine Diabetes Conference des Helmholtz Zentrums München und der Zeitschrift Nature findet im September statt.