Service

Politikberatung als Aufgabe unseres Zentrums

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München bringen ihre Expertise in eine Vielzahl von Beratungsgremien im öffentlichen Sektor ein. Ihre Mitwirkung trägt dazu bei, dass neue Erkenntnisse aus der Gesundheits- und Umweltforschung rasch in Handlungsempfehlungen umgesetzt werden und in die entsprechenden Richtlinien, Grenzwerte und gesetzlichen Regelungen einfließen können.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrums gehören zahlreichen nationalen und internationalen Gremien im Bereich der Gesundheitsvorsorge an, deren wissenschaftliche Kompetenz von Politik und Gesetzgebung als Entscheidungshilfe genutzt wird.

Die Task Force zur Verbesserung der Standortbedingungen und der Innovationsmöglichkeiten der pharmazeutischen Industrie in Deutschland wurde 2003 unter dem Vorsitz des Bundesministeriums für Gesundheit eingerichtet. Ziel der Pharma-Task Force ist es unter anderem, innovationshemmende Rahmenbedingungen zu benennen und Vorschläge für ihre Behebung zu erarbeiten.

Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) vertritt die Belange der Technikwissenschaften im In- und Ausland und möchte mit Politik- und Gesellschaftsberatung die Anliegen der Technikwissenschaften in die Öffentlichkeit tragen. Ziel ist es, die Rolle zukunftsweisender Technologien für Wirtschaft und Gesellschaft deutlich zu machen sowie Initiativen zur Förderung der Technik und darüber hinaus des technikwissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland zu ergreifen und zu unterstützen.

Die Senatskommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe, kurz MAK-Kommission genannt, berät gemäß der Satzung der DFG die Politik durch wissenschaftsbasierte Empfehlungen. Die Kommission gibt jährlich die MAK- und BAT-Werte-Liste heraus, in der die maximalen Arbeitsplatz-Konzentrationen und Biologischen Arbeitsstoff-Toleranzwerte für Stoffe am Arbeitsplatz aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse angegeben werden.

Die Strahlenschutzkommission (SSK) berät das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in allen Angelegenheiten des Schutzes vor ionisierenden und nicht-ionisierenden Strahlen. Sie erarbeitet unter anderem Vorschläge für Dosisgrenzwerte und gibt Empfehlungen zur Bewertung von Strahlenwirkungen. Ebenso berät sie bei der Erarbeitung von Richtlinien und Regelungen zum Strahlenschutz.

Die Internationale Strahlenschutzkommission (International Commission on Radiological Protection, ICRP) ist eine internationale Fachkommission, die zum Ziel hat, durch Empfehlungen und Richtlinien die wissenschaftlichen Erkenntnisse im Strahlenschutz zum Nutzen der öffentlichen Gesundheit umzusetzen.

Der Wissenschaftliche Ausschuss der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Auswirkungen der atomaren Strahlung (United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation, unscear) befasst sich mit den Auswirkungen der Atomtechnologie und Radioaktivität. Seine Berichte dienen der Internationalen Strahlenschutzkommission ICRP als eine der Grundlagen für ihre Empfehlungen zur nationalen Strahlenschutzgesetzgebung.

Wissenschaftler des Zentrums wirken außerdem in Arbeitskreisen und Fachgruppen verschiedener Fachverbände mit. Diese Gremien nehmen beratende Funktionen bei der Erstellung von Positionspapieren und Standards sowie der Vorbereitung von deutschen und europäischen Normen wahr, die der Überwachung der Reinhaltung von Luft, Wasser und Boden dienen. Hierzu zählen Arbeitskreise und Fachgruppen des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und seiner Fachgesellschaften, des Bundesverbands Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) sowie des Verbands Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten (VDLUFA).