Munich Lung Conference 2013 - Konferenzreport

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Dritte Munich Lung Conference / Zweites Internationales DZL Symposium in München

Am 4. und 5. Oktober fand die dritte Munich Lung Conference (MLC) zum Thema „Lung Aging: Molecular Mechanisms and Clinical Relevance“ im Leonardo Royal Hotel in München statt, die dieses Jahr gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL) als Internationales DZL Symposium veranstaltet wurde. Die Konferenz wurde unter der Federführung des Instituts für Lungenbiologie / Comprehensive Pneumology Center (CPC) organisiert und finanziell sowohl vom HMGU und DZL e.V., als auch vom DZL Standort München und der Helmholtz Research School „Lung Biology and Disease“ unterstützt.

Mit der thematischen Ausrichtung der Konferenz trafen die Organisatoren einen Trend - die erste internationale Konferenz zum Thema Alterungsmechanismen der Lunge war mit über 200 Teilnehmern sehr gut besucht und wurde von allen Beteiligten als ausgesprochen innovativ und informativ beurteilt. „Trotz der deutlichen, wissenschaftlich belegten Evidenz für das altersbedingte Auftreten und den altersabhängigen Verlauf von Lungenerkrankungen, ist die Forschung in diesem Bereich weltweit unterrepräsentiert. Die MLC 2013 hat hier internationale Maßstäbe gesetzt und viele Konzepte und Ideen aufgezeigt, in welche Richtung sich die Forschung in diesem Bereich weiterentwickeln muss“, so Prof. Dr. Mark Gladwin, Leiter der Division Pulmonary, Allergy and Critical Medicine und Direktor des Vascular Medicine Institutes an der University of Pittsburgh, sowie Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL).

Die Teilnehmer der MLC nutzten die Gelegenheit zum interdisziplinären wissenschaftlichen Austausch bei 29 Vorträgen international renommierter Referenten und ausgewählter Wissenschaftler. Auch die drei Postersessions waren gut besucht – an knapp 90 Postern war viel Zeit und Raum für wissenschaftliche und konzeptionelle Diskussionen. Viele der Teilnehmer setzten die wissenschaftlichen Gespräche auf dem von der MLC organisierten Bavarian Evening in oktoberfestlicher Hüttenatmosphäre fort und nutzen die lockere Atmosphäre, um bestehende Netzwerke aufzufrischen und neue Kontakte zu knüpfen.

„Gute Kooperationen sind zentral, um exzellente Forschungsergebnisse zu erzielen. Wir werden natürlich die Motivation und Inspiration der MLC nutzen um neue Impulse bei der Erforschung der Pathomechanismen von Lungenerkrankungen umzusetzen. Die Idee der Einrichtung einer gemeinsamen Faculty mit der University of Pittsburgh wird bereits implementiert. In Zukunft werden wir die jährliche Lungenkonferenz gemeinsam mit den Kollegen aus Pittsburgh veranstalten“, berichtet Prof. Dr. Oliver Eickelberg, Leiter des CPC, Direktor des Institutes für Lungenbiologie am Helmholtz Zentrum München (HMGU) und Direktor des DZL für den Standort München.

Zum Ausklang einer wissenschaftlich sehr erfolgreichen Konferenz wurden, nach Auswahl durch eine internationalen Jury, drei PhD/MD student travel awards an Peter Rauschkolb (MPI Bad Nauheim), Innokentij Jurastow (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Brian Ku (University of Texas, Austin, USA), sowie drei Poster Preise des DZL an Nachwuchswissenschaftler (Peter Rauschkolb (MPI Bad Nauheim), Marc Kästle (CPC/HMGU) und Nora Pfister (CPC/HMGU)) vergeben. Prof. Dr. Ana Mora von der University of Pittsburgh erhielt den von der Münchner Bank gestifteten Münchner Bank Research Award 2013 für den besten wissenschaftlichen Vortrag, der gemeinsam von der MLC und der Stiftung AtemWeg verliehen wird.

„Hochwertige, international besuchte Konferenzen wie das jährliche DZL International Symposium tragen entscheidend dazu bei, die Lungenforschung voranzutreiben. Hier gelingt es, Wissenschaftler und Kliniker aus der ganzen Welt zusammenzubringen und ein attraktives Forum zu schaffen, das die Interaktion und den Austausch von Ideen fördert. Nur so schaffen wir es, die Erforschung von Lungenerkrankungen auf eine neue Ebene zu heben, neue Konzepte für die Therapie in die Klinik zu bringen und schnell zum Wohle des Patienten einzusetzen“, sagt Prof. Dr. Werner Seeger, Direktor des UGMLC (Universities of Gießen and Marburg Lung Center), Direktor des Max-Planck-Institutes für Herz- und Lungenforschung Bad Nauheim, sowie Vorsitzender und Sprecher des Deutschen Zentrums für Lungenforschung.

Der diesjährige Erfolg der MLC macht deutlich, dass die jährliche Konferenz mit ihren exzellenten wissenschaftlichen Präsentationen, fachlichen Diskussionen und der kollegialen, kooperativen Atmosphäre als Impulsgeber für die Erforschung von chronischen Lungenerkrankungen dient. Die MLC hat zudem in diesem Jahr zum Thema Lungenalterung neue internationale Maßstäbe gesetzt.

 

 

Gruppenbild
Die MLC 2013 zählte mehr als 200 internationale Teilnehmer