Pressemitteilung/News

08.04.2014

Deutscher Innovationspreis für die iThera Medical GmbH

Die iThera Medical GmbH, eine 2010 gestartete Ausgründung des Helmholtz Zentrums München (HMGU), erhält den Deutschen Innovationspreis 2014 in der Kategorie Start-ups. Das Unternehmen überzeugte die Jury durch seine Diagnosetechnik in der Bildgebung, die auf einer neuartigen optoakustischen Reaktionsfolge basiert und dabei gewebeschonend ist.

Quelle: iThera Medical GmbH

Die MSOT-Technologie (Multispektrale Optoakustische Tomographie) wandelt Laserimpulse zu akustischen Signalen um und diese zu dreidimensionalen Bildern. So können verschiedenste Gewebearten absolut schonend dargestellt werden. Neben der anatomischen Bildgebung liefert das Verfahren zudem funktionale sowie molekulare Informationen in Echtzeit.

Wissenschaftler des HMGU schaffen Grundlage für die neue Technik
Entwickelt wurde das biomedizinische Bildgebungs-Verfahren von Prof. Dr. Vasilis Ntziachristos, Institutsdirektor am HMGU für Biologische und Medizinische Bildgebung, und Prof. Dr. Daniel Razansky, Leiter des Laboratory for Experimental Biological Imaging Systems am HMGU. Der wissenschaftlichen Idee folgte 2010 das Start-up, gefördert durch das GO-Bio-Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). „Wir gratulieren der iThera Medical GmbH zu dieser Auszeichnung. Der Preis unterstreicht die erfolgreiche Entwicklung und Werthaltigkeit unserer Ausgründungen und der zugrunde liegenden Forschung“, so Prof. Dr. Günther Wess, wissenschaftlicher Geschäftsführer des HMGU.

MSOT wird unter anderem dafür eingesetzt, Krankheitsprozesse auf molekularer Ebene zu erforschen und pharmakokinetische Eigenschaften therapeutischer Substanzen zu analysieren. Für die Zukunft verspricht MSOT, auch zur klinischen Diagnostik einen wichtigen Beitrag leisten zu können. „Ich freue mich sehr über den Innovationspreis. Er würdigt das große Anwendungspotenzial der MSOT-Technologie“, sagt Erfinder Ntziachristos.

„Krankheiten früher erkennen und besser behandeln“
Der Innovationspreis wird von Accenture, EnBW, Evonik und der WirtschaftsWoche vergeben, um herausragende, zukunftsweisende Innovationen deutscher Unternehmen, die mit ihrer Innovationskraft Geschäft und Märkte verändern, auszuzeichnen. Innovationspreis-Juror Dr. Klaus Engel zeigte sich beeindruckt vom Erfindergeist der Wissenschaftler. Auf die Idee, mit Lichtpulsen Töne zu erzeugen und diese wieder in Bilder zu verwandeln, müsse man erst einmal kommen, so der Vorstandschef des Technologiekonzerns Evonik. „Wenn sich diese Technik durchsetzt und bewährt, können Ärzte in Zukunft viele Krankheiten früher erkennen und besser behandeln."

Um aus der Forschung gewonnenes Wissen schnellstmöglich zum Nutzen der Gesellschaft anwenden zu können, fördert die Abteilung Innovationsmanagement am HMGU zusammen  mit dem Technologie-Transfer-Partner Ascenion wissenschaftliche Ausgründungen. Die Wissenschaftler werden dabei unterstützt, ihre Projekte weiterzuentwickeln, deren Wertschöpfung zu erhöhen und patentrechtlich abzusichern.


Weitere Informationen

Der Deutsche Innovationspreis: Preisträger 2014

iThera Medical GmbH

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.200 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 34.000 Beschäftigten angehören.

Innovationsmanagement am Helmholtz Zentrum München