Pressemitteilung/News

Auszeichnung
24.05.2018

Michael Sattler wird Mitglied der Leopoldina

Prof. Dr. Michael Sattler ist für seine Verdienste um die Strukturbiologie zum Mitglied der Leopoldina, der Nationalen Akademie der Wissenschaften, gewählt worden. Der Direktor des Instituts für Strukturbiologie am Helmholtz Zentrum München verstärkt die Sektion Biochemie und Biophysik. Die Aufnahme-zeremonie fand am 23. Mai im Rahmen der jährlichen Sitzung der Leopoldina in Halle statt.

Quelle: Markus Scholz für die Leopoldina

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina bearbeitet unabhängig von wirtschaftlichen oder politischen Interessen wichtige gesellschaftliche Zukunftsthemen aus wissenschaftlicher Sicht, vermittelt die Ergebnisse der Politik und Öffentlichkeit und vertritt diese Themen national wie international. Mit über 1.500 Mitgliedern in mehr als 30 Ländern ist die Leopoldina die mitgliederstärkste Akademie in Deutschland.

Nun wurde auch der Strukturbiologe Michael Sattler aufgrund seiner hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen in diesen Kreis aufgenommen. „Es ist mir eine große Ehre und Freude, nun ein Teil dieser Akademie zu sein“, so Sattler, dessen Karriere an der Universität Frankfurt begann. Bereits während seiner Doktorarbeit widmete er sich der Entwicklung von neuen Methoden der Kernspinresonanz (NMR)-Spektroskopie, um so die Raumstruktur und interne Beweglichkeit von biologischen Molekülen aufzudecken. Vor allem Proteine und deren Wechselwirkung mit RNA-Molekülen stehen im Fokus seiner Arbeit.

Seit 2007 leitet Sattler das Institut für Strukturbiologie am Helmholtz Zentrum München und ist Professor für Biomolekulare NMR-Spektroskopie an der TU München. Zudem steht er dem Bayerischen Kernresonanz-Zentrum vor, das künftig eines der weltweit leistungsfähigsten NMR-Spektrometer beherbergen wird und neue Perspektiven für die biomedizinische Forschung verspricht.

Wie das gehen könnte, zeigte das Team um Sattler beispielsweise kürzlich in einem Artikel der Zeitschrift ‚Science‘: Durch den integrierten Einsatz modernster Verfahren der Strukturbiologie entdeckten die Wissenschaftler eine molekulare Achillesferse beim Erreger der Schlafkrankheit. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse ist es nun möglich, neuartige und sichere Wirkstoffe zu entwickeln, die den Parasiten gezielt ausschalten.

„Die Aufnahme in die Leopoldina bietet ein phantastisches Netzwerk von exzellenten Wissenschaftlern. Ich möchte den Austausch mit diesen herausragenden Kollegen nutzen, um Forschung zu diskutieren, neue Projekte zu initiieren und Wissenschaft zu fördern“, so Sattler mit Blick auf die Zukunft.

Weitere Informationen

Hintergrund
:
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Leopoldina werden auf Vorschlag von Akademiemitgliedern in einem mehrstufigen Auswahlverfahren durch das Präsidium in die Akademie gewählt.

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Allergien und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören. 

Das Institut für Strukturbiologie (STB) erforscht die Raumstruktur biologischer Makromoleküle, analysiert deren Struktur und Dynamik und entwickelt NMR-spektroskopie Methoden für diese Untersuchungen. Ziel ist es, molekulare Mechanismen der biologischen Aktivität dieser Moleküle und ihre Beteiligung an Krankheiten aufzuklären. Die Strukturdaten werden als Grundlage für die rationale Entwicklung kleiner Molekülinhibitoren in Verbindung mit Ansätzen der chemischen Biologie angewandt.

Die Technische Universität München (TUM) ist mit rund 550 Professorinnen und Professoren, 41.000 Studierenden sowie 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der forschungsstärksten Technischen Universitäten Europas. Ihre Schwerpunkte sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften und Medizin, verknüpft mit den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Die TUM handelt als unternehmerische Universität, die Talente fördert und Mehrwert für die Gesellschaft schafft. Dabei profitiert sie von starken Partnern in Wissenschaft und Wirtschaft. Weltweit ist sie mit dem Campus TUM Asia in Singapur sowie Verbindungsbüros in Brüssel, Kairo, Mumbai, Peking, San Francisco und São Paulo vertreten. An der TUM haben Nobelpreisträger und Erfinder wie Rudolf Diesel, Carl von Linde und Rudolf Mößbauer geforscht. 2006 und 2012 wurde sie als Exzellenzuniversität ausgezeichnet. In internationalen Rankings gehört sie regelmäßig zu den besten Universitäten Deutschlands. 

Wir verwenden Cookies um Ihnen den Besuch der Webseite so angenehm wie möglich zu machen. Wir benötigen Cookies um die Dienste ständig zu verbessern, bestimmte Features zu ermöglichen und wenn wir Dienste bzw. Inhalte Dritter einbetten, wie beispielsweise den Videoplayer. Durch die Nutzung unserer Webseite stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Wir verwenden unterschiedliche Arten von Cookies. Hier haben Sie die Möglichkeit, Ihre Cookie-Einstellungen zu personalisieren:

Es werden nur Cookies zugelassen, die für die grundlegende Funktionalität unserer Webseiten benötigt werden.
Es werden auch Cookies zugelassen, die uns ermöglichen, Seitenzugriffe und Nutzerverhalten auf unseren Webseiten zu analysieren. Diese Informationen verwenden wir ausschließlich dazu, unseren Service zu optimieren.
Es werden auch Inhalte und Cookies von Drittanbietern zugelassen. Mit dieser Einstellung können Sie unser komplettes Webangebot nutzen (z.B. das Abspielen von Videos).
In unserer Datenschutzerklärung finden Sie weitere Informationen.

Dort können Sie Ihre Cookie-Einstellungen jederzeit ändern.