Pressemitteilung/News

22.10.2018

Neubau des Bayerischen NMR-Zentrums eröffnet

Eines der weltweit leistungsfähigsten NMR-Spektrometer bildet das Herzstück des neueröffneten Forschungsbaus für das Bayerische NMR-Zentrum und ist ein Kernelement der biomedizinzischen Forschung am Standort München. Bei der heutigen Eröffnung des Zentrums am Campus Garching waren neben TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann auch die Bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Prof. Marion Kiechle und Prof. Matthias Tschöp, CEO des Helmholtz Zentrums München, zugegen.

v.l.n.r.: Prof. Michael Sattler, Prof. Marion Kiechle, Prof. Wolfgang A. Herrmann und Prof. Matthias Tschöp bei der Eröffnung des Neubaus des Bayerischen NMR-Zentrums. © A. Heddergott/ TUM

Die magnetische Kernspinresonanz-Spektroskopie (Nuclear Magnetic Resonance, NMR) ist das umfassendste und leistungsstärkste Verfahren zur Strukturaufklärung von Molekülen, insbesondere von komplexen biologischen Systemen. Seit 2001 bündelt die TUM ihre diesbezüglichen Aktivitäten im Bayerischen Kernresonanz-Zentrum am Campus Garching, seit 2006 ist auch das Helmholtz Zentrum München beteiligt. „Für den Erfolg in der Grundlagenforschung ist die Zusammenarbeit der Disziplinen und Institutionen entscheidend. Dabei müssen wir auf die neuesten Technologien setzen. Insofern ist das NMR-Zentrum ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie“ führt Prof. Matthias H. Tschöp, CEO des Helmholtz Zentrums München aus.

Der Neubau ermöglicht Proteinforschung in bisher ungeahnten Dimensionen und eröffnet unserer Forschungsstärke in der Biomedizin eine konkurrenzlos neue Zukunft“, so TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann. Den größten Teil des nun eröffneten Neubaus nimmt die 690 Quadratmeter große und acht Meter hohe NMR-Halle ein. Zwölf Hochfeld-Spektrometer und das neue 1,2-GHZ-Gerät ermöglichen dort neue Einblicke in die räumliche Struktur und Dynamik von Proteinen. Da Fehlfaltungen und Fehlfunktionen von Proteinen Ursache für schwere Erkrankungen wie Krebs oder Alzheimer sind, soll die Forschung am NMR-Zentrum neue medizinische Behandlungsmöglichkeiten erschließen. „Meine Motivation ist es, mit unseren Erkenntnissen aus unserer interdisziplinären Grundlagenforschung langfristig neue Wirkstoffe und Therapieansätze zu entwickeln, und damit einen Nutzen für die Gesellschaft zu schaffen,“ so Prof. Michael Sattler, Leiter des Bayerischen Kernresonanz-Zentrums und Direktor des Instituts für Strukturbiologie am Helmholtz Zentrum München.

Auf insgesamt 1.800 Quadratmetern arbeiten daran künftig Forscherinnen und Forscher der Fakultäten für Chemie, Physik und Medizin, des Life Science-Zentrums in Weihenstephan und des Helmholtz Zentrums München.

Aufgrund der überregionalen Bedeutung haben sich Bund und Freistaat Bayern die rund 34 Millionen Euro Investitionskosten für den Neubau des NMR-Zentrums geteilt. An der Anschaffung des Spektrometers hat sich mit 3,5 Millionen Euro das Helmholtz Zentrum München beteiligt.

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