Pressemitteilung/News

Interdisziplinäres Symposium
26.11.2018

Talente pitchen für den Helmholtz Pioneer Campus

Seit rund einem Jahr befindet sich der Pioneer Campus am Helmholtz Zentrum München im Aufbau und die ersten Teams haben bereits die Arbeit aufgenommen. Im Rahmen einer zweiten Rekrutierungsrunde fand am 15. November nun das Symposium ‘Engineering biomedical breakthroughs enabled by computer sciences’ statt.

Zwölf Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler präsentierten ihre Forschungsansätze. © Helmholtz Zentrum München

Zwölf technologie- und innovationsorientierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler präsentierten ihre Forschungsansätze und bewarben sich damit für eine Teamleiterstelle am Helmholtz Pioneer Campus (HPC). Wie schon vergangenes Jahr waren alle Bewerber Autoren prominenter Publikationen beziehungsweise Empfänger renommierter Preise/Grants und kamen aus weltweit führenden Einrichtungen wie Caltech, Harvard, Stanford sowie Max-Planck Instituten und EMBL/EBI.

Die Vorträge vermittelten einen breiten Überblick zu aktuellsten Methoden biomedizinischer Bildgebungsverfahren, Quantenphysik oder dem Bioengineering entlehnten Konzepten, biologische Systeme besser zu begreifen oder therapeutisch zu beeinflussen. Eine zentrale Rolle spielte auch die Bioinformatik und deren digitale Möglichkeiten zur intelligenten Verknüpfung experimenteller und klinischer Daten. Zu den Vortragenden gehörte mit Dr. Laleh Haghverdi (ehemals Helmholtz Zentrum München, heute EBI Cambridge & EMBL) auch eine alte Bekannte: Sie hatte 2017 gemeinsam mit ehemaligen Kollegen den Erwin-Schrödinger-Preis gewonnen.

„Wir sind stolz, dass die noch sehr junge Idee des Helmholtz Pioneer Campus so hochkarätige Wissenschaftler aus renommierten Forschungseinrichtungen anzieht“, freut sich Dr. Thomas Schwarz-Romond, Director of Operations am HPC. „Diese Resonanz bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ein wichtiger Gradmesser und weitere Motivation für unseren strikten Innovations- und Internationalisierungskurs. Nun gilt es, die richtigen Kandidaten für unser technologie-getriebenes Portfolio zu identifizieren und schnell nach München zu holen.“ Bis zu vier Teamleiterstellen möchten die Verantwortlichen im kommenden Jahr besetzen.

Obwohl es sich bei dem Rekrutierungssymposium in erster Linie um ein kompetitives Format handelte, gelang es den Organisatoren, ein konstruktives Klima zu erzeugen und die Wissenschaft in den Vordergrund zu rücken. „Neben dem Wettbewerb ermöglicht diese Art von Veranstaltung auch, Netzwerke für die Zukunft zu knüpfen und so die Forschung aller Teilnehmer zu bereichern“, erklärt Prof. Dr. med. Dr. h.c. Matthias Tschöp, CEO des Helmholtz Zentrums München und biomedizinischer Direktor des HPC. „Mit dieser inspirierenden Atmosphäre und der gebotenen wissenschaftlichen Qualität hat das Symposium einen Mehrwert für alle Beteiligten und das Zentrum geschaffen.“

Auch der wissenschaftliche Fokus des HPC beginnt sich stärker zu kristallisieren. Im Mittelpunkt aller Aktivitäten steht eine gesündere Gesellschaft: Neue Technologien sollen helfen, den medizinischen Bedürfnissen von Patientinnen und Patienten schneller und nachhaltiger gerecht zu werden. Im Besonderen setzt der HPC auf dynamische Messmethoden zur Durchdringung physiologischer Systeme sowie die Auswertung und Integration der gewonnenen Daten mit modernster Informationstechnologie.

„Diese drei Säulen und ihr Zusammenspiel werden uns nicht nur helfen, biologische Prozesse besser zu verstehen, sondern auch neue Therapieformen zu identifizieren“, so Prof. Dr. Vasilis Ntziachristos, HPC-Direktor für Bioengineering. „Durch unsere multidisziplinäre Herangehensweise wollen wir raus aus der reinen ‚Entdecker-Rolle‘ hin zu einer Wissenschaftskultur, deren erklärtes Ziel es ist, neue medizinische Tools und Lösungen zu entwickeln.“

Diesen Weg werden auch einige Teilnehmer des Symposiums einschlagen: Nach dem ersten Kennenlernen sollen zeitnah Gespräche mit den Kandidaten geführt werden, die am besten zur Vision des HPC passen. Ein weiterer Meilenstein ist die für 2019 geplante Grundsteinlegung des Forschungsgebäudes in unmittelbarer Nachbarschaft zum HDC auf dem Campus Neuherberg. Hier werden die HPC-Teams zukünftig gemeinsam ihren Ideen nachgehen.


Weitere Informationen

Das vollständige Programm des Symposiums inklusiver aller Kandidaten finden Sie hier.

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Allergien und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören. 

Helmholtz Pioneer Campus (HPC) steht für die intelligente Verbindung von Biomedizin, Ingenieurstechnik und Digitalisierung. Hier arbeiten Top-Wissenschaftler aus aller Welt gemeinsam an neuartigen Lösungen für die Prävention, Diagnose und Behandlung dringender medizinischer Fragestellungen. Ziel des HPC ist die Etablierung eines hochdynamischen Forschungsumfeldes an der Schnittstelle verschiedener Fachdisziplinen – frei vom kontinuierlichen Druck Drittmittelanträge zu verfassen und mit minimalem Verwaltungsaufwand für die Forscher. Ein Ort für Innovation mit Startup-Optionen, eingebettet in das Helmholtz Zentrum München und damit Teil der Helmholtz-Gemeinschaft, Deutschlands größter Forschungsorganisation. Namen und Leitbild bezieht der HPC von Hermann von Helmholtz: Arzt und Physiker, Mathematiker und Pionier angewandter Wissenschaft.

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