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11.07.2019

Martin Hrabě de Angelis in Leopoldina aufgenommen

Prof. Dr. Martin Hrabě de Angelis ist für seine Verdienste um die Stoffwechselgenetik in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen worden. Der Direktor des Instituts für Experimentelle Genetik am Helmholtz Zentrum München und Inhaber des gleichnamigen Lehrstuhls an der Technischen Universität München gehört zu den international führenden Genetikern mit Schwerpunkt Diabetesforschung. Leopoldina-Präsident Prof. Dr. Jörg Hacker überreichte Hrabě de Angelis am gestrigen Mittwoch, 10. Juli 2019, die Aufnahmeurkunde.

Leopoldina-Präsident Prof. Dr. Jörg Hacker (re.) überreicht Prof. Dr. Martin Hrabě de Angelis die Aufnahmeurkunde in die Nationale Aklademie der Wissenschaften © Markus Scholz/ Leopoldina

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina repräsentiert mit ihren 1 600 Mitgliedern die deutsche Wissenschaft in internationalen Gremien und übt eine wissenschaftsbasierte Beratungsfunktion für Politik und Gesellschaft aus. Ihr gehören herausragende Forscherpersönlichkeiten an, die sich durch exzellente wissenschaftliche Leistungen ausgewiesen haben.

Martin Hrabě de Angelis erforscht Gene in Maus und Mensch, die für den Stoffwechsel und die Entstehung von Diabetes eine Rolle spielen. Er hat das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung mit aufgebaut, das sich die Entwicklung neuer Präventionsansätze und Therapien zum Ziel gesetzt hat, und dem er als Vorstandsmitglied angehört. Am Helmholtz Zentrum München etablierte er die German Mouse Clinic. Im Tiermodell wird hier der Einfluss von Genen und Umwelt auf Gesundheit und Krankheit untersucht. Mit diesem systematischen Ansatz gelang es ihm, für Stoffwechselstörungen kausale Zusammenhänge aufzudecken, die für Maus und Mensch relevant sind. Hrabě de Angelis und seine Forschungspartner konnten auch erstmals zeigen, dass ernährungsbedingte  Fettleibigkeit und Diabetes über die Generationsgrenze hinweg auf die nächste Generation übertragen werden können.

Seit 2000 leitet Martin Hrabě de Angelis als Direktor das Institut für Experimentelle Genetik  am Helmholtz Zentrum München und wurde 2003 auf den Lehrstuhl für Experimentelle Genetik an der Technischen Universität München berufen.

Martin Hrabě de Angelis hat maßgeblich zur Vernetzung der wissenschaftlichen Infrastrukturen in der Genetik beigetragen und den Aufbau nationaler und internationaler Forschungskonsortien vorangetrieben. Seit 2008 koordiniert er den europäischen Forschungsverbund „Infrafrontier“. Das Internationale Maus-Phänotypisierungs-Konsortium (IMPC), das eine erste funktionelle Enzyklopädie des Säugetiergenoms entwickelt, basiert auf der von der German Mouse Clinic eingeführten systemischen Phänotypisierung von Krankheitsmodellen.

Für seine Verdienste um wissenschaftliche Kollaborationen und gemeinsame Publikationen im Bereich der Diabetesforschung erhielt Martin Hrabě de Angelis Ehrendoktortitel der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Technischen Universität Dresden und der Universität Tübingen verliehen.

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Allergien und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 19 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören. 

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina wurde 1652 als naturwissenschaftlich-medizinische Gesellschaft gegründet und zählt derzeit über 1.600 nationale und internationale Mitglieder aus allen Wissenschaftsbereichen. Sie ist die älteste Akademie in Deutschland und wurde 2008 von Bund und Ländern zur Nationalen Akademie der Wissenschaften ernannt. In dieser Funktion hat sie zwei Aufgaben: die Vertretung der deutschen Wissenschaft im Ausland sowie die Beratung von Politik und Öffentlichkeit.

Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) e.V. ist eines der sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung. Es bündelt Experten auf dem Gebiet der Diabetesforschung und verzahnt Grundlagenforschung, Epidemiologie und klinische Anwendung. Ziel des DZD ist es, über einen neuartigen, integrativen Forschungsansatz einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen, maßgeschneiderten Prävention, Diagnose und Therapie des Diabetes mellitus zu leisten. Mitglieder des Verbunds sind das Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, das Deutsche Diabetes-Zentrum DDZ in Düsseldorf, das Deutsche Institut für Ernährungsforschung DIfE in Potsdam-Rehbrücke, das Institut für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen des Helmholtz Zentrum München an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und das Paul-Langerhans-Institut Dresden des Helmholtz Zentrum München am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden, assoziierte Partner an den Universitäten in Heidelberg, Köln, Leipzig, Lübeck und München sowie weitere Projektpartner.

Ziel des Instituts für Experimentelle Genetik (IEG) ist, die Entstehungsmechanismen humaner Erkrankungen zu verstehen, insbesondere bei Diabetes mellitus. Neben der Genetik erforscht das IEG die Auswirkungen von Umweltfaktoren bei der Krankheitsentstehung. Die German Mouse Clinic (GMC) ist Teil des IEGs und international führend in der Untersuchung dieser Aspekte auf systemischer Ebene. Besonderer Schwerpunkt ist die Entwicklung von Datenbanken und Anwendung moderner bioinformatischer Methoden um aus dem großen Datenpool neue Erkenntnisse zu gewinnen. Das IEG ist Teil des Helmholtz Diabetes Center (HDC) sowie Partner im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung. 

 Die Deutsche Mausklinik (GMC) als Open-Access-Phänotypisierungsplattform bietet eine umfassende Phänotypisierung von Mausmodellen zur Evaluierung zahlreicher physiologischer Pfade in verschiedenen Therapiegebieten. Das Deutsche Mausklinik wird vom Institut für Experimentelle Genetik geleitet und ist ein Konsortium mit folgenden Mitgliedern: Helmholtz Zentrum München, Ludwig-Maximilians-Universität, Technische Universität München sowie den Universitäten Bonn und Heidelberg. Wissenschaftler aus diesen Institutionen mit Expertenwissen aus verschiedenen Bereichen der Mausphysiologie und Pathologie arbeiten Seite an Seite in enger Zusammenarbeit mit Klinikern im GMC.

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