Pressemitteilung/News

20.07.2021

Die renommierte Academia Europeae wählt zwei neue Mitglieder aus dem Helmholtz Zentrum München

Nach einem strengen Begutachtungsverfahren hat das Kuratorium der Academia Europeae, der paneuropäischen Akademie der Wissenschaften, die Stammzellexpertin Maria-Elena Torres-Padilla, sowie den Epigenetik-Experten Robert Schneider zu Mitgliedern gewählt. Dies ist eine Anerkennung ihres Ansehens auf dem Gebiet der Zell- und Entwicklungsbiologie.

© Helmholtz Zentrum München

Die 1988 gegründete paneuropäische, nichtstaatliche Akademie „Academia Europea“ fördert die europäische Forschungsexzellenz in den Geistes-, Rechts-, Wirtschafts-, Sozial- und Politikwissenschaften, der Mathematik, der Medizin und allen Zweigen der Natur- und Technikwissenschaften zum Nutzen und zur Bildung der Öffentlichkeit auf der ganzen Welt. Die Akademie berät nationale Regierungen und internationale Organisationen in wissenschaftlichen Angelegenheiten und spricht Empfehlungen aus, um die themen- und länderübergreifende Forschung in Europa zu fördern.

Derzeit hat die Academia Europeae mehr als 4.500 Mitglieder, darunter 72 Nobelpreisträger. Ihre Mitglieder sind führende Experten aus allen Disziplinen mit Sitz in Europa und europäische Forschungspioniere, die außerhalb des Kontinents arbeiten. Die exklusive Mitgliedschaft erfolgt nur auf Einladung nach Nominierung durch eine Peer-Group, und die Wahl basiert auf der Forschungsexzellenz und Anerkennung der Nominierten in ihren Forschungsleistungen und langjährigen Beiträgen über ihr Fachgebiet hinaus.

In diesem Jahr hat die Akademie zwei anerkannte Forscher des Helmholtz Zentrums München in ihren Kreis aufgenommen. Nach der Ernennung von Magdalena Götz (2006), Erica von Mutius (2016) und Matthias Tschöp (2016) werden nun auch Maria-Elena Torres-Padilla und Robert Schneider in diese renommierte wissenschaftliche Gesellschaft aufgenommen. Die Mitgliedschaft ist eine ehrenvolle Anerkennung für ihre wissenschaftlichen Beiträge zum Verständnis des Lebens, vor allem in der Zell- und Entwicklungsbiologie.

Zu den Personen:

Maria-Elena Torres-Padilla ist Direktorin des Instituts für Epigenetik und Stammzellen und Direktorin für Biomedizin am Pioneer Campus am Helmholtz Zentrum München. Sie studierte Biologie an der Nationalen Universität von Mexiko und promovierte am Institut Pasteur in Paris, Frankreich. Sie war Postdoktorandin am Gurdon Institut in Cambridge, Großbritannien, bevor sie ihr eigenes Labor am IGBMC in Straßburg, Frankreich, gründete. Im Jahr 2016 gründete sie das Institut für Epigenetik und Stammzellen und wurde als Professorin an den Lehrstuhl für Stammzellbiologie der Fakultät für Biologie der Ludwig-Maximilians-Universität München berufen.

Robert Schneider ist Direktor des Instituts für Funktionelle Epigenetik am Helmholtz Zentrum München. Er promovierte an der Universität München, bevor er an das Gurdon Institute in Cambridge, Großbritannien, ging, um im Labor von Tony Kouzarides zu arbeiten. Nach seiner Postdoc-Zeit baute er seine unabhängige Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg, Deutschland, auf. Im Jahr 2012 kam er als "Directeur de Recherche" an das IGBMC in Strasbourg, Frankreich.  Im Jahr 2016 gründete er das Institut für Funktionelle Epigenetik und erhielt den Ruf auf die Professur für Funktionelle Epigenetik an der Fakultät für Biologie der Ludwig-Maximilians-Universität München.