Arbeitsgruppen

Home cage basierte Untersuchungsmethoden

M. Brielmeier

Untersuchungen des Bewegungsmusters von Mäusen haben gezeigt, dass Störungen durch das Umsetzen, Lärm oder Licht zur ungewohnten Zeit, die Tiere in Stress versetzen. Untersuchungen mit gestressten Mäusen sind fehleranfällig. Das ideale Experiment untersucht Mäuse in ihrem Heimatkäfig während ihrer Wachphase, also nachts, ohne dass der Experimentator eingreifen muss. Neue Entwicklungen in der Sensorik und Telemetrie lassen hoffen, diesem Ideal rasch näher kommen zu können. Mit RFID Technologie lassen sich Mäuse kontaktlos identifizieren, Kameras sind in der Lage Vitalparameter der Mäuse berührungsfrei zu messen oder mittels Nahinfrarotspektroskopie (NIR-Spektroskopie oder NIRS) tief ins Gewebe zu sehen, und implantierte Pumpen lassen eine ferngesteuerte Applikation von Stoffen zu. Telemetrie überträgt Daten von Sensoren in Mäusen. Zusammen mit den Forschern des Pioneer Campus arbeitet die Abteilung daran den Heimatkäfig der Tiere technisch so auszustatten, dass zukünftig bessere experimentelle Setups zu aussagefähigeren Resultaten führen werden.