Ganzkörperdosimetrie

Film-Dosimeter - Ihr Dosimeter in Photonenfeldern

Unsere Filmdosimeter sind das perfekte Dosimeter in fast alle Anwendungsbereichen der Ganzkörperdosimetrie in Photonenfeldern, preisgünstig und zuverlässig!

Die Filmdosimetrie ist eine etablierte Methode zur Messung der Tiefenpersonendosis Hp(10) durch Röntgen- und Gammastrahlung. Unsere Filmdosimeter sind bestens geeignet zur amtlichen Überwachung der Personendosis. Durch Messverfahren nach dem Stand von Wissenschaft und Technik kann mit unseren Filmdosimetern ein großer Energiebereich abgedeckt werden.

Kurzbeschreibung

Das Filmdosimeter ist ein Dosimeter zur Messung der Tiefenpersonendosis Hp(10) durch Röntgen- und Gammastrahlung in der Ganzkörperdosimetrie.

Die Dosimetersonde besteht aus einer ABS-Kunststoff-Kassette und einer nummerierten Messfilmpackung, die zwei unterschiedlich empfindliche Messfilme (AGFA Monitoring-Messfilme D10/D2) enthält. Gehäuse und Deckel der Kassette schließen die Filmpackung ein und enthalten verschieden Filter.

Zur Befestigung ist die in blau, rot, gelb und grün lieferbare Kassette mit  einem Clip ausgestattet. In die Kassette wird eine Filmpackung eingelegt, wie sie Ihnen aus der Zahnmedizin für intra-orale Röntgenfilme bekannt ist. Darin befinden sich zwei Filme unterschiedlicher Empfindlichkeit, die durch schwarzes Papier gegen Lichteinfluss abgeschirmt werden.

Als amtliches Personendosimeter ist unser Filmdosimeter von der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) der Bauart nach zugelassen.

Im Gegensatz zu anderen Ganzkörperdosimetern ist die Filmdosimetrie eine bildgebende, mehrfach auslesbare Messtechnik. Darüber hinaus können Filme Aufschluss über Expositionsbedingungen wie etwa die Strahleneinfallsrichtung oder den Verdacht einer Kontamination geben.

Aufbau eines Filmdosimeters

Quelle: Helmholtz Zentrum München, Michael Haggenmüller

Aufbau eines Filmdosimeters

Quelle: Helmholtz Zentrum München, Michael Haggenmüller

Funktionsweise und Dosisbestimmung

Ionisierende Strahlung (Röntgen-, Gammastrahlung) wird auf ihrem Weg zum Messfilm durch verschiedene Filter in der Kunststoffkassette abgeschwächt. Komplexe mathematische Algorithmen berechnen Dosis und Energiebereich mit Hilfe der optischen Dichten hinter diesen Filtern.

Bei Einwirkung der genannten Strahlung verursachen die entstehenden Sekundärelektronen die Schwärzung einer photographischen Emulsion. Die Schwärzung ist ein Maß für die aufgestrahlte Dosis. Die starke Energieabhängigkeit der Filmemulsion wird durch Verwendung von Absorptionsfiltern verschiedener Dicke und unterschiedlichen Materials ausgeglichen.

Die Schwärzung des Filmes wird in der Messstelle densitometrisch gemessen. Aus der Schwärzung hinter den einzelnen Absorptionsfiltern wird mit Hilfe von zuvor bestimmten Kalibrier- und Korrektionsfaktoren die Dosis nach dem Linearkombinationsverfahren oder dem filteranalytischen Verfahren bestimmt.

Trageweise

Die Messfilmpackung für das Filmdosimeter Typ GD 60 wird für die Dauer eines Tragezeitraums (i.d.R. ein Monat) von Ihrer Auswertungsstelle ausgegeben und über die auf dem Film aufgeprägte Nummer einer Person zugeordnet. Legen Sie den Dosismessfilm in die separat erhältliche und wiederverwendbare Kassette ein und tragen Sie während des Überwachungszeitraums das Dosimeter am oberen Teil des Rumpfes (Brustbereich).

Trageweise des Dosimeters am Rumpf, auf Brusthöhe

Quelle: Helmholtz Zentrum München, Michael Haggenmüller

Trageweise des Dosimeters am Rumpf, auf Brusthöhe

Quelle: Helmholtz Zentrum München, Michael Haggenmüller

Gebrauchshinweise

Das Dosimeter ist so auf die voraussichtliche Strahlung auszurichten, dass diese optimalerweise senkrecht von vorn auf die Sondenebene trifft, stets jedoch einen Einfallswinkel von +60° bis -60° einhält.

Das Dosimeter ist geeignet für die Benutzung bei einer Umgebungstemperatur von 0°C bis +40°C sowie einer relativen Luftfeuchte von 10% bis 90% (max. 30g/cm³). Es sollte keiner direkten Sonnenlichtbestrahlung über 1000 W/m² oder mechanischen Schockeinwirkungen über 4900 m/s² ausgesetzt werden. Falls notwendig, kann die Kassette (nicht jedoch die Messfilmpackung) mit einem feuchten Tuch gereinigt werden.

Energie- und Messbereich

EnergiebereichNenngebrauchsbereich gemäß PTB-Zulassung (23.52 10.01)
Photonen20 keV - 4,5 MeV
DosismessbereichNenngebrauchsbereich gemäß PTB-Zulassung (23.52 10.01)
Photonen bei 35 keV0,1 mSv - 1 Sv
Photonen bei 1,3 MeV0,1 mSv - 1 Sv

Zusätzliche Messdaten

Filmdosimeter liefern im Gegensatz zu allen anderen zur Zeit verwendeten passiven Personendosimetern Zusatzinformationen über die Expositionsbedingungen, was zu einer erheblichen Verbesserung der Strahlenschutzkontrolle führt. Routinemäßig (d.h. innerhalb des normalen Auswertevorgangs) können mit dem Filmdosimeter die mittlere Photonenenergie sowie die Strahleneinfallsrichtung bestimmt werden.

Eine seitliche Bestrahlung in einem Winkel von 60° - 120° (typischerweise hervorgerufen durch ein fehlerhaftes Tragen des Dosimeters) führt in der Regel zu einer Überbewertung der Dosis. Die Zusatzinformation über die Strahleneinfallsrichtung ermöglicht jedoch hier eine realistischere Dosisabschätzung bei der Bewertung der Messergebnisse.

Auch eine rückwärtige Bestrahlung - somit bei Einhaltung der Tragevorschriften eine Durchstrahlung des Körpers - ist routinemäßig feststellbar und liefert wertvolle Hinweise zur Bewertung der Messergebnisse. Bei Dosimetertypen, die eine Erkennung rückwärtiger Bestrahlung nicht ermöglichen, können die vermeintlich niedrigen Dosiswerte nicht korrekt eingeschätzt werden und somit Grenzwertüberschreitungen unerkannt bleiben!

Eine "einzeitige", somit eventuell absichtliche Exposition ist ebenfalls erkennbar, da in einem solchen Fall die Schatten der Absorptionsfilter der Kassette scharf auf den Messfilmen abgebildet werden. Im Normalfall werden die Filter der Kassette aufgrund diffus auftretender Streustrahlung oder einer Bewegung des Dosimeters gegenüber der Strahlenquelle mit unscharfen Rändern auf den Messfilmen abgebildet.

Filmdosimeter erlauben die Erkennung, ob sie während der Exposition ordnungsgemäß am Körper getragen wurden oder etwa frei Luft bestrahlt worden sind. In einem solchen Fall fehlt der vom Körper rückgestreute - und bei der Auswertung feststellbare - Strahlungsanteil.

Eine qualitative Anzeige von radioaktiven Kontaminationen ist ebenso feststellbar. Dies ist insbesondere beim Umgang mit umschlossenen radioaktiven Stoffen wichtig, da somit eine Erkennung von Undichtigkeiten per Dosimeter möglich wird. Bei anderen Dosimetern, die keine Erkennung radioaktiver Kontaminationen ermöglichen, führt diese Nicht-Erkennung zu falschen - i.A. überhöhten - Dosiswerten.

Auf Anfrage kann auch ein Hinweis/Verdacht auf vorhandene Dosis Beta-Strahlung angegeben werden.

Filmdosimeter im Direktstrahl bestrahlt

Quelle: Helmholtz Zentrum München, Auswertungsstelle

Filmdosimeter im Direktstrahl bestrahlt

Quelle: Helmholtz Zentrum München, Auswertungsstelle

Diese und weitere Informationen können Sie auch unseren Flyern zum Download entnehmen.

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