Wissenswertes

Dosimetrie von A bis Z

In der nachfolgenden Tabelle finden Sie ausführliche Erläuterungen zu den in der Vergangenheit auf der Ergebnismitteilung aufgedruckten Codierungen. Diese Informationen finden Sie in verkürzter Form auch auf der Rückseite unseres Geschäftspapiers, welches wir für Ergebnismitteilungen, Lieferscheine sowie den Bestell-, Zuordnungs- und Änderungsbogen verwenden. Alle Bemerkungen werden in den aktuellen Ergebnismitteilungen im Klartext angegeben.

CodeBemerkungErläuterungEinfluss auf den PersonendosiswertEmpfohlene Maßnahme
Dosiswert ohne Angabe einer BemerkungDas Dosimeter wurde entsprechend seinem vorgesehenen Einsatzzweck von vorne bestrahlt.Dosiswert ist innerhalb der zulässigen Fehlertoleranzen korrekt.Kontrolle, ob die Überprüfungsschwellen bzw. Grenzwerte überschritten sind und ggf. Körperdosis berechnen.
ADosimeter teilweise abgedecktDas Dosimeter wurde von einem Gegenstand abgedeckt, der die Schwärzung des Films beeinflusst hat, oder es wurde während der Bestrahlung nicht gleichmäßig ausgeleuchtet. Die Auswertung des Dosimeters konnte entweder gar nicht oder nur eingeschränkt erfolgen.Der angegebene Dosiswert kann außerhalb der zulässigen Fehlertoleranzen liegen.Kontrolle, ob die Überprüfungsschwellen bzw. Grenzwerte überschritten sind und ggf. Körperdosis berechnen. Möglichkeit der Überschreitung der Fehlertoleranzen beachten.
BDosimeter schräg bestrahltDas Dosimeter wurde schräg bestrahlt. Bei einem Bestrahlungswinkel größer als 60° kann das Dosimeter nur eingeschränkt oder gar nicht ausgewertet werden.Die Dosis kann überbewertet werden.Kontrolle, ob die Überprüfungsschwellen bzw. Grenzwerte überschritten sind und ggf. Körperdosis berechnen. Möglichkeit der Überschreitung der Fehlertoleranzen beachten. Kontrolle, ob der Trageort des Dosimeters repräsentativ für die vorliegenden Bestrahlungsbedingungen ist.
CDosimeter von rückwärts bestrahltDas Dosimeter wurde von der mit BACK bezeichneten Seite bestrahlt.

a) Wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Strahlung durch den Körper des Dosimeterträgers auf das Dosimeter gelangte, erfolgt eine Mitteilung an die zuständige Behörde.

b) Wurde das Dosimeter lediglich falsch herum getragen, kann das in den meisten Fällen anhand der Filterabbildung auf dem entwickelten Film erkannt werden. In diesen Fällen erfolgt keine Mitteilung an die zuständige Behörde.
Dosiswert ist innerhalb der zulässigen Fehlertoleranzen korrekt.

a) Sobald die Strahlung durch den Körper des Dosimeterträgers auf das Dosimeter gelangte, ist die ermittelte Personendosis keine konservative Abschätzung zur Körperdosis.

b) Da das Dosimeter so konstruiert ist, dass die Vorder- und Rückseite identische Filterbestückung hat, ist der ermittelte Dosiswert auch bei rückwärtiger Bestrahlung korrekt.
a) Bei rückwärtiger Bestrahlung sollte immer eine Abschätzung der Körperdosis erfolgen. Liegen die Personendosiswerte unter der Überprüfungsschwelle, können zur Abschätzung die Umrechnungsfaktoren verwendet werden.

b) Kontrolle, ob die Überprüfungsschwellen bzw. Grenzwerte überschritten sind und ggf. Körperdosis berechnen. Dosimeterträger auf richtige Trageweise des Dosimeters hinweisen.
DDosimeter unbewegt im Direktstrahl bestrahltDas Dosimeter wurde unbewegt im Direktstrahl bestrahlt und nicht von einer Person bei der Ausübung ihrer Tätigkeit getragen.Der ermittelte Dosiswert stellt keine Personendosis dar.Eine Ersatzdosis muss festgelegt werden.
EDosimeter nicht auswertbarDas Dosimeter ist nicht auswertbar, da entweder der TL-Detektor defekt ist, die festgestellte Kontamination zu großflächig ist, die Abdeckung des Dosimeters zu groß ist oder das Dosimeter zu schräg bestrahlt worden ist.Eine Ersatzdosis muss festgelegt werden.
FFilm außerhalb Kassette bestrahltDer Film wurde außerhalb der Kassette bestrahlt. Aufgrund der fehlenden Filterabbildung auf dem Film wird bei der Auswertung automatisch der ungünstigste Fall der Bestrahlung mit sehr harter Gammastrahlung ermittelt.Der ermittelte Dosiswert stellt keine Personendosis dar.Eine Ersatzdosis muss festgelegt werden.
G

Verdacht auf Messbereichs-
überschreitung

Die Auswertung des Dosimeters ist nicht möglich, da entweder die Dosis so hoch ist, dass sich der Messfilm bereits in seinem Sättigungsbereich befindet oder der Messfilm vollständig durch Licht geschwärzt wurde.Eine Ersatzdosis muss festgelegt werden.
HEilauswertungSonderauswertung, die unmittelbar nach dem Eintreffen des Dosimeters bei der Messstelle erfolgt.Dosiswert ist innerhalb der zulässigen Fehlertoleranzen korrekt.Kontrolle, ob die Überprüfungsschwellen bzw. Grenzwerte überschritten sind, ggf. Körperdosis berechnen.
INachzüglerDas Dosimeter wurde nicht innerhalb der vorgesehenen Frist zurückgesendet. Bei der Auswertung von Filmdosimetern sind speziell vorbereitete Kalibrierkurven nötig. Routinemäßig werden alle Nachzügler mit den Kalibrierkurven des vorhergehenden Überwachungszeitraums ausgewertet. Die Berücksichtigung der natürlichen Untergrundstrahlung wird erschwert. Es werden generell nur Dosimeter der letzten sieben Monate ausgewertet.Der angegebene Dosiswert kann außerhalb der zulässigen Fehlertoleranzen liegen.Es sollte vermieden werden, dass Dosimeter verspätet zurückgesandt werden.Kontrolle, ob die Überprüfungsschwellen bzw. Grenzwerte überschritten sind, ggf. Körperdosis berechnen. Möglichkeit der Überschreitung der Fehlertoleranzen beachten.
KDosimeter radioaktiv kontaminiertDer Dosismessfilm zeigt ein Schwärzungsmuster (Audioradiogramm), das bei korrektem Umgang mit dem Messfilm einen Hinweis auf eine radioaktive Kontamination des Dosimeters darstellt. Ist die kontaminierte Fläche zu groß, kann die Auswertung des Dosimeters entweder gar nicht oder nur eingeschränkt erfolgen. Wenn im Überwachungsbogen nicht angegeben ist, dass mit offenen radioaktivenStoffen gearbeitet wurde, erfolgt eine Sofortmeldung an die zuständige Behörde.Der angegebene Dosiswert kann außerhalb der zulässigen Fehlertoleranzen liegen.Kontrolle, ob die Überprüfungsschwellen bzw. Grenzwerte überschritten sind, ggf. Körperdosis berechnen.

Wenn die Kontamination der Kassette mit langlebigen Radionukliden erfolgte: Kassette reinigen oder austauschen.
LFilm nicht auswertbar - LichteinfallDie Filmverpackung war beim Eintreffen des Messfilms beschädigt, so daß Licht die Ursache der Filmschwärzung ist.Eine Ersatzdosis muss festgelegt werden.
MBearbeitungsfehler in der MessstelleAufgrund einer betrieblichen Störung in der Messstelle kann für das Dosimeter keine Auswertung erfolgen.Eine Ersatzdosis muss festgelegt werden.
OBlister-Verpackung beschädigt - keine AuswertungDie OSL Blister-Verpackung ist beschädigt. Eine Auswertung ist nicht möglich.Eine Ersatzdosis muss festgelegt werden.
QFilter in Kassette fehltDas Schwärzungsmuster weist darauf hin, dass ein Filter in der Kassette des Dosimeterträgers fehlt. Eine Auswertung ist nur eingeschränkt möglich.Der angegebene Dosiswert kann außerhalb der zulässigen Fehlertoleranzen liegen.Kontrolle, ob die Überprüfungsschwellen bzw. Grenzwerte überschritten sind, ggf. Körperdosis berechnen.
Kassette sofort austauschen.
RDosimeter defekt - aber auswertbarDer TL-Detektor im Dosimeter ist zerbrochen. Eine Auswertung ist eingeschränkt möglich.Der angegebene Dosiswert kann außerhalb der zulässigen Fehlertoleranzen liegen.Kontrolle, ob die Überprüfungsschwellen bzw. Grenzwerte überschritten sind, ggf. Körperdosis berechnen.
SSondermeldung erfolgt

Entsprechend den Richtlinien über Anforderungen an Personendosismessstel-
len ist die Messstelle verpflichtet, bei folgenden Fällen eine sofortige Sondermeldung bei der zuständigen Behörde und dem zuständigen Strahlenschutzbeauf-
tragten zu machen: 

  • Dosiswert ist größer als 6 mSv Ganzkörperdosis bzw. 150 mSv Teilkörperdosis.
  • Hinweis auf radioaktive Kontamination, wenn kein Umgang mit offenen radioaktiven Stoffen angegeben.
  • Rückwärtige Bestrahlung der Person, wenn die Personendosis multipliziert mit dem entsprechenden Umrechnungsfaktor größer als 5 mSv ist. 
Je nach Art der Sondermeldung sind die Bestrahlungsumstände, die zu dieser Meldung geführt haben, abzuklären. Die Messstelle steht Ihnen bei Fragen gern unterstützend zur Verfügung.
TMesszeitüberschreitung - nicht auswertbarEntsprechend den Richtlinien ist die Messstelle verpflichtet, eine Meldung bei der zuständigen Behörde und dem zuständigen Strahlenschutzbeauftragten zu machen.Eine Ersatzdosis muss festgelegt werden.
VFilm nicht auswertbar - verklebtDer Film ist aufgrund von Überhitzung oder Chemikalieneinfluss verklebt. Eine Auswertung ist nicht möglich.Eine Ersatzdosis muss festgelegt werden.
Wganz alte KassetteFür diese Kassette existiert keine PTB-Bauartzulassung, sie ist somit für eine amtliche Dosimetrie nicht mehr einsetzbar.Da keine korrekte Kalibrierung dieses Systems existiert, kann der angegebene Dosiswert außerhalb der zulässigen Fehlertoleranzen liegen.Die Kassette sollte durch eine aktuelle Kassette ausgetauscht werden.
XAutomatischer Verlust

Keine Rücksendung des Dosimeters innerhalb der Messzeit. Entsprechend den Richtlinien ist die Messstelle verpflichtet, eine Meldung bei der zuständigen Behörde und dem zuständigen Strahlenschutzbeauftragten zu machen.

Eine Ersatzdosis muss festgelegt werden.
YFilm nicht ordnungsgemäß eingelegtDas Dosimeter wurde entsprechend seinen vorgesehenen Einsatzzwecken von vorne bestrahlt. Der Film war verkehrt herum in die Kassette eingelegt, was die Handhabung bei der Auswertung erschwert.Dosiswert ist innerhalb der zulässigen Fehlertoleranzen korrekt.Kontrolle, ob die Überprüfungsschwellen bzw. Grenzwerte überschritten sind, ggf. Körperdosis berechnen.
@Hinweis auf das Vorhandensein einer Beta-Strahlenquelle (und niederenergetischer Elektronen)Das Schwärzungsmuster des Messfilms zeigt einen Hinweis auf das Vorhandensein einer Beta-Strahlenquelle oder niederenergetischer Elektronen. Die durch die Betastrahlung verursachte Dosis wird nicht angegeben.
*Mitteilung an die Aufsichtsbehörde vorgesehen

Entsprechend den Richtlinien über Anforderungen an Personendosismessstellen hat die Messstelle bei folgenden Fällen eine Mitteilung bei der zuständigen Behörde zu machen: 

  • Dosiswert ist größer als 2 mSv Ganzkörperdosis und 50 mSv Teilkörperdosis.
  • Aufgrund unsachgemäßer Behandlung des Dosimeters ist keine Auswertung möglich.
  • Hinweis auf radioaktive Kontamination, wenn kein Umgang mit offenen radioaktiven Stoffen angegeben ist.
  • Rückwärtige Bestrahlung der Person.

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