In memoriam Werner Heller

20.02.1946 bis 18.03.2018

Das Institut für Biochemische Pflanzenpathologie (BIOP) und das Helmholtz Zentrum München trauern um Dr. Werner Heller, Gründungsmitglied des Instituts und ehemaliger Leiter der Arbeitsgruppe 'Sekundärstoffwechsel', der am 18. März nach langer Krankheit verstorben ist.

Werner Heller begann seine wissenschaftliche Laufbahn in der Schweiz, wo er 1973 an der Universität Basel in Chemie promovierte. Sein Interesse an pflanzlichen Naturstoffen führte ihn nach einer ersten Post-Doc Zeit an der Universität Basel im Jahre 1977 nach Freiburg an den Lehrstuhl für Biochemie der Pflanzen. 1986 wechselte er zusammen mit Heinrich Sandermann an die damalige GSF, wo er am neu gegründeten Institut für Biochemische Pflanzenpathologie über viele Jahre die Arbeitsgruppe 'Sekundärstoffwechsel' leitete. Werner Heller war ein herausragender Naturstoffchemiker, der wesentlich an der Aufklärung der biochemischen Schlüsselreaktionen der Flavonoidbiosynthese und ihrer Funktion in Pflanzen beteiligt war. Internationale Anerkennung erzielte er auch durch seine Studien in den Klimakammern des HMGU zur Wirkung von UV-B Strahlung auf Pflanzen. Von seiner wissenschaftlichen Expertise zeugen heute seine Reihe von Reviews sowie eine Vielzahl hochklassiger Veröffentlichungen. Seine herausragenden Fachkenntnisse machten ihn zu einem gesuchten Partner für Kooperationen sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Mit Hilfe seines umfassenden Verständnisses der Naturstoffchemie half er unzähligen Kollegen weltweit bei der Prüfung von Strukturformeln und Biosynthese-Schemata.

Den MitarbeiterInnen des HMGU ist er bestens bekannt durch seine botanischen Exkursionen auf den Betriebsausflügen und seine Mitarbeit in zahlreichen Gremien des Zentrums, vor allem dem Bibliotheksausschuss.

Auch in seinem Ruhestand blieb Werner Heller dem Institut in beratender Funktion erhalten. Er war für alle Mitarbeiter, vor allem aber für alle Doktoranden des Institutes, immer ein wertvoller Gesprächspartner. Werner vermochte Zeit seines Lebens über den Tellerrand zu schauen, und obwohl durch und durch Wissenschaftler, war er stets ein gesuchter Redner und Gesprächspartner zu vielen sozialen und philosophischen Themen unserer Zeit. Seine Belesenheit und Kenntnis von Büchern war beeindruckend. Werner Heller wurde von allen, die mit ihm zusammenarbeiten durften, wegen seiner überaus sachlichen und überzeugenden Argumentation, seines stets freundlich-ruhigen, besonnenen und überlegten Auftretens sowie seiner übergroßen Hilfsbereitschaft geschätzt. Das Institut und das Zentrum verlieren mit ihm einen international anerkannten Forscher, einen respektierten und erfahrenen Mitarbeiter und einen überaus liebenswerten Mitmenschen und Kollegen.

Wir werden Werner Heller als großem Forscher, wunderbaren Kollegen, echtem Vorbild und Freund stets ein würdiges Andenken bewahren.

Werner wird fehlen.

Sehr.

Im Namen des Institutes

Jörg Durner

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