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Vier PGSB-WissenschaftlerInnen unter den meistzitierten Köpfen der Pflanzenforschung

Dr. Klaus Mayer leitet die Abteilung Genomik und Systembiologie pflanzlicher Genome (PGSB), Quelle: HMGU

Die Abteilung Genomik und Systembiologie pflanzlicher Genome (PGSB) stellt im Bereich Pflanzenwissenschaften die meist zitierten WissenschaftlerInnen aus dem deutschsprachigen Raum. Das ergab eine Analyse, die in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Laborjournal veröffentlicht wurde.

In regelmässigen Abständen macht das Laborjournal Rankings für die einzelnen Fachdisziplinen. In der Juni-Ausgabe wurden die Gruppen in der Pflanzenwissenschaft ausgewertet. Mit einer überragenden Bestätigung der Arbeiten in der Abteilung Pflanzliche Genomik und Systembiologie. Mit Klaus Mayer, dem Leiter der Arbeitsgruppe auf Platz 2, Manuel Spannagl auf Platz 6 und Heidrun Gundlach auf Platz 7 stellt die Gruppe die meisten hochzitierten Autoren einer Institution im gesamten deutschsprachigen Raum. Auf Platz 31 findet sich zudem ein weiterer ehemaliger PGSB und HMGU Mitarbeiter, Matthias Pfeifer. „Eine eindeutige Wertung und Auszeichnung für den ehemaligen Doktoranden und für die Qualität unserer Helena Doktoranden“, findet Mayer.

Mit zusammen über 12.000 Zitierungen im Evaluierungszeitraum stellt das Quartett vier von fünf gelisteten WissenschaftlerInnen aus dem Münchner Raum und bildet mit Kollegen vom Forschungzentrum Jülich eine starkes „grünes“ Helmholtz Team. „Beleg für den Erfolg unserer langjährigen Strategie und eine grundsolide Basis für Evaluierungen in der nahen Zukunft,“ freut sich Mayer.

Die Arbeitsgruppe PGSB fokussiert auf die Analyse und Systembiologie pflanzlicher Genome. Besonders Getreide, Weizen, Gerste und Roggen sind im Fokus des Interesses und der Arbeiten. Die Arbeitsgruppe ist in eine Reihe internationaler Forschungsverbünde leitend eingebunden und versucht neben klassischen Referenzgenomen die allelische Varietät, evolutionäre und systemische Aspekte dieser Genome zu verstehen. Mittel- und langfristige Ziele sind wichtige Beiträge zur Verbesserung und Anpassung an z.B. Klimaveränderungen von Getreiden zu liefern.

Zum Beitrag auf der Website des Laborjournals

Pascal Falter-Braun leitet Institut für Netzwerkbiologie

Dr. Pascal Falter-Braun, Quelle: Matthias Göbel/HMGU

Dr. Pascal Falter-Braun (44) leitet seit 1. Februar 2017 das neu gegründete Institut für Netzwerkbiologie (INET) am Helmholtz Zentrum München (HMGU).

Falter-Braun, der seit 2012 am Lehrstuhl für Systembiologie der Pflanzen der Technischen Universität München (TUM) eine Arbeitsgruppe leitet, übernimmt damit auch die ehemalige Abteilung für Mikroben-Pflanzen Interaktionen und die Mitarbeiter dieser Abteilung. Sein Forschungsinteresse gilt der Funktionsweise der komplexen Netzwerke in denen Proteine miteinander wechselwirken und deren Modulierung durch Mikroben.

„Die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen wird stark von Mikroben wie Bakterien, Pilzen und Viren beeinflusst“, sagt Falter-Braun. Neben den krankheitsverursachenden Einflüssen von Mikroben werden vermehrt auch nutzbringende Eigenschaften von Mikroben-Wirt-Wechselwirkungen erkannt.  „Mikroben und Wirt interagieren über komplexe, molekulare Netzwerke. Diese Wechselwirkungen zwischen Mikroben und Wirt können beispielsweise Menschen vor Krankheiten schützen oder Pflanzen helfen, Trockenperioden besser zu überstehen“, so Falter-Braun. Daher möchte er die positiven Auswirkungen dieser Beziehungen auf die menschliche und pflanzliche Gesundheit erforschen. In seinem Forschungsprojekt StressNetAdapt, das ihm 2015 den renommierten Consolidator Grant des European Research Council (ERC) einbrachte, untersuchte er auf Netzwerkebene die Grundlagen unterschiedlicher Dürretoleranz bei Pflanzen. Im Zentrum des neuen Institutes für Netzwerkbiologie steht die Aufklärung der molekularen Netzwerke und ihrer Mechanismen mit Hilfe interdisziplinärer experimenteller und theoretischer Methoden aus der Systembiologie.

Werdegang

Falter-Braun studierte Biochemie an der Universität Leipzig und der Freien Universität Berlin und promovierte an der Havard Medical School, Boston, USA. Anschließend  forschte er als Post-Doc an der Harvard University, Cambridge, USA. Später war er Gruppenleiter am Dana-Faber Cancer Intitute in Boston, USA. Seit 2012 ist Falter-Braun an der TUM tätig und übernimmt nun das INET am Helmholtz Zentrum München.

IGÖ auf den Münchener Wissenschaftstagen

Vier Tage lang dreht sich auf der Münchner Theresienhöhe alles rund um‘s Wasser! Auch die Kolleginnen und Kollegen des Instituts für Grundwasserökologie sind bei den diesjährigen Münchner Wissenschaftstagen vom 12. bis 15. November vertreten.

Unter dem Motto "Wasser - Ressource des Lebens" werden mehr als 300 Experten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen ihre Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Von Samstag, den 12. November bis Dienstag, den 15. November von 10:00 Uhr bis spätabends kann jeder bei freiem Eintritt Vorträge besuchen, moderierte Diskussionen mit hochkarätiger Besetzung verfolgen oder über die Ausstellung mit den Marktständen der Forschungsinstitutionen schlendern.

Mit an Bord sind auch die Kollegen und Kolleginnen vom Institut für Grundwasserökologie. Im Foyer der Kongresshalle befindet sich unter den 20 Marktständen auch der des HMGU mit Informationen zu unserer interdisziplinären Grundwasserforschung. Täglich werden dort Kollegen aus dem IGÖ ihre aktuellen Projekte vorstellen und von 10 Uhr bis 19 Uhr allen Interessierten Rede und Antwort stehen. Höhepunkt der Präsentation der HGMU-Forscher wird ein Vortrag von PD Dr. Tillmann Lüders am So. 13.11. um 11:30 Uhr sein. In seinem Vortrag „Grundwasser als Lebensraum – Die Perspektive der Mikrobiologie“ erläutert der Wissenschaftler die entscheidende Rolle des Umwelt-Mikrobioms für die Verfügbarkeit von sauberem und gesundem Grund- und Trinkwasser.

Mehr Informationen:

www.muenchner-wissenschaftstage.de

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