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Senat der Helmholtz-Gemeinschaft zu Gast im Schneefernerhaus

Senat der Helmholtz-Gemeinschaft zu Gast im Schneefernerhaus

Mitglieder des Helmholtz-Senat vor den Messgeräten des Instituts für Strahlenschutz des Helmholtz Zentrum München auf der Terrasse der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus, Zugspitze (Foto: Dr. I. Beck, UFS Schneefernerhaus).

Am 31. Mai 2017 besuchte der Senat der Helmholtz-Gemeinschaft die Umweltforschungsstation Schneefernerhaus (UFS) auf der Zugspitze. Auf Initiative des KIT-Präsidenten Herrn Prof. Hanselka und im Beisein des Helmholtz-Präsidenten Herrn Prof. Wiestler und der Bayerischen Staatsministerin Frau Aigner nutzten sie den Vorabend zu ihrer nächsten Sitzung für einen Rundgang an der UFS, um sich über aktuelle Forschungsprojekte zu informieren und den Abend bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen zu lassen.

Im Rahmen des Rundgangs durch die Forschungsstation stellte Frau Dr. Hürkamp vom Institut für Strahlenschutz des Helmholtz Zentrum München den Senatsmitgliedern die Forschungen des Instituts zur Auswirkung des Klimawandels auf die Umweltradioaktivität und die kosmische Strahlung vor. Zur Identifizierung potenziell gesundheitsgefährdender Strahlenexpositionen der Bevölkerung werden die Transportpfade für Radionuklide von der Atmosphäre über die Schneedecke bis zur Freisetzung ins Schmelzwasser in der Alpenregion untersucht.

Die Umweltforschungsstation (UFS) Schneefernerhaus ist ein virtuelles Institut unter Federführung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV). Am UFS sind neben dem Helmholtz Zentrum München weitere namhafte Institutionen beteiligt (Umweltbundesamt, Deutscher Wetterdienst, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Karlsruher Institut für Technologie, Max-Planck-Gesellschaft, Ludwig-Maximilians-Universität München, Technische Universität München, Universität Augsburg). Die Betriebsgesellschaft versteht sich als neutraler Servicepartner der Wissenschaft im Hinblick auf eine national wie international genutzte hochalpine Mess- und Experimentierplattform.

Der Senat hat in der Helmholtz-Gemeinschaft die wichtige Funktion, Empfehlungen an die Zuwendungsgeber für thematische Prioritäten und die finanzielle Förderung der Forschungsprogramme zu beschließen. Er setzt sich aus der für die Forschung zuständigen Bundesministerin, Mitgliedern des Bundes- und Landtags, Präsidenten und Wissenschaftlern der Forschungseinrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft und externe, sowie Vertretern aus der Wirtschaft zusammen. Die Gäste lobten die vielfältige Forschung und die beeindruckenden Präsentationen der Konsortialpartner des Schneefernerhauses. Der Abend klang mit dem traditionellen internen Abendessen im Schneefernerhaus am Vorabend zur jährlichen Senatssitzung, die am 01.06.2017 im Eibsee-Hotel in Grainau stattfand, aus.

Weitere Informationen:

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören.