Abgeschlossene Projekte

Bewegung als Investition in Gesundheit (BIG)
Leiter/Team:Dr. J. John, Dipl.-Kauffrau S. Wolfenstetter, Prof. R. Leidl
Projektträger:Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektpartner:Institut für Sportwissenschaft und Sport der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg; Abteilung Sportmedizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main; WHO/European Office for Investment for Health and Development
Beteiligte Präventionsanbieter:Deutscher Sportbund, Siemens AG, Siemens Betriebskrankenkasse, Stadt Erlangen und TV 1848 Erlangen
Laufzeit:3 Jahre
Kurzbeschreibung:In diesem Projekt werden Ansätze zur präventiven Bewegungsförderung für Frauen mittleren Lebensalter aus der sozial unteren Schicht entwickelt, erprobt und evaluiert. Es werden die Veränderung gesundheitsrelevanter Verhaltensweisen und des Gesundheitszustands selbst sowie die Effizienz („value for money“) der angestrebten Verhaltensmodifikation gemessen. Die Präventionsmaßnahmen sollen flächendeckend umsetzbar sein.
Zielsetzung:Das Ziel dieses Vorhabens ist es, evidenzbasierte Programme zur Bewegungsförderung von Erwachsenen mittleren Lebensalters unter besonderer Berücksichtigung von Frauen aus den unteren sozialen Lagen für verschiedene Settings zu entwickeln und zu erproben. Diese Programme werden im Hinblick auf medizinische, wirtschaftliche und soziale Wirkungen evaluiert. Die ökonomische Evaluation soll in Form einer in der wissenschaftlichen Verantwortung des IGM liegenden Kosten-Effektivitätsanalyse durchgeführt werden. Hierbei werden die Kostenindikatoren der ambulanten und stationären Behandlung, des Arzneimittelverbrauchs, der Leistungsausgaben der Krankenkassen sowie die indirekten Kosten (Produktivitätskosten) in Form von AU-Tagen gemessen. Als gesundheitsrelevante Effekte sollen Änderungen des Body Mass Index, des Blutdrucks, der Lipidwertes, der körperlichen Aktivität, Verletzungen sowie mit Hilfe von Indexinstrumenten zur Erfassung subjektiver Gesundheit (z.B. SF- 36 oder EQ-5D) Veränderung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität bestimmt werden.
Vorgehen:Die Grundlage für die Konzeptentwicklung und Evaluation bildet eine offene, randomisierte Studie, die im Raum Erlangen-Nürnberg im Rahmen der drei Settings „Betrieb“, „Wohnquartier“ und „Verein“ durchgeführt wird. Das auf eine Laufzeit von drei Jahren ausgelegte Projekt gliedert sich in 5 Phasen. In der ersten Phase werden Optionen und Ressourcen der Settings im Sinne des „Health Assets“-Konzeptes der WHO identifiziert. Gegenstand der zweiten Phase sind Programmkonzipierung und Maßnahmenentwicklung, wobei die beteiligten Präventionsanbieter im Sinne des Ansatzes der partizipativen Projektentwicklung in die Aufgabenbearbeitung einbezogen werden. In der dritten Phase werden die Programme implementiert und einer summativen Evaluation unterzogen. Die vierte Projektphase dient der Programmoptimierung, und in der fünften Phase sollen die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Projektdissemniation geschaffen werden.
Output:Die gesundheitsökonomische Evaluation der angebotenen Bewegungsprogramme scheiterte an der weit hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Zahl der gewonnenen Studienteilnehmerinnen, die die Bildung einer Kontrollgruppe nicht erlaubte und die darüber hinaus quantitative Analysen probandenbezogener Daten in großen Teilen weitgehend unmöglich machte. In Vorbereitung ist eine Veröffentlichung zur Ermittlung der Programmkosten von Präventionsprojekten, die sich des „Health assets“-Ansatzes der WHO sowie der Methoden partizipativer Projektentwicklung bedienen.