Abgeschlossene Projekte

MEMORI: Multidisciplinary Early Modification of Obesity Risk (Kompetenznetz Adipositas)
Teilprojekt 1: Ökonomische Bewertung der Prävention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter

Leiter/
Team:
Dr. W. Rogowski, Prof. R. Leidl,
Dr. S. Wolfenstetter, Ch. Wenig, Dr. A. Breitfelder
Projektträger:Bundesministerium für Bildung und Forschung, Fördernummer 01GI0826
Laufzeit:3 Jahre in Phase 1 (8/2008 - 7/2011)
Ziele:

Ziel 1: die Analyse der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen durch Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen und der resultierenden Kosten einschließlich der finanziellen Belastung für die Gesellschaft, sowie

Ziel 2: die Beurteilung der Kosten-Effektivität von Interventions- und Präventionsprogrammen von Übergewicht/Adipositas im Kindes- und Jugendalter.

Methode:

Medizinische Inanspruchnahme- und Kostenanalysen. Adipositas assoziierte medizinische Inanspruchnahme und Kosten werden auf Basis von drei bevölkerungsbasierten Kinderstudien (KiGGS, GINI und LISA) mit Hilfe eines Exzesskostenansatzes analysiert. Es wurden folgende Inanspruchnahmedaten untersucht: Anzahl und Häufigkeit von Arzt- und Therapeutenbesuchen sowie Anzahl der Krankenhaus- und stationären Rehabilitationstage. Diese wurden monetär bewertet (Krauth 2005 ) und die Ergebnisse wurden zwischen den normalgewichtigen und übergewichtigen/adipösen Kindern und Jugendlichen verglichen. Zusätzlich zur deskriptiven Analyse, wurden Varianzanalysen und generalisierte lineare Regressionsmodelle angewandt. Die Berechnung der Arzneimittelkosten und die Analyse von Gewichtsverläufen sind in Bearbeitung.

Systematischer Literaturüberblick. Ein systematischer Literaturüberblick ist Schwerpunkt des zweiten Teils des Projektes. Einerseits analysieren wir Krankheitskostenstudien zu Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen und andererseits untersuchen wir Kosteneffektivitäts- und Kosten-Nutzwert-Studien von Präventions- und Interventionsprogrammen bei Kindern und Erwachsenen. Das genaue Vorgehen, wie z.B. Suchstrategien, Ein- und Ausschlusskriterien, kann den veröffentlichten Artikeln entnommen werden. Die Studien werden zusätzlich nach den Kriterien zur Studienqualität und zur Übertragbarkeit der Studienergebnisse auf Deutschland untersucht.