Press Release

27.11.2018

Positionspapier der DGP (Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.) erschienen

'Atmen: Luftschadstoffe und Gesundheit': Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizine.v. (DGP) hat heute ihr Positionspapier veröffentlicht.

Die Autoren sind:
Holger Schulz1, Stefan Karrasch1, Georg Bölke2, Josef Cyrys1, Claudia Hornberg3, Regina Pickford1, Alexandra Schneider1, Christian Witt und Barbara Hoffmann4.
1: Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, Institut für Epidemiologie
2: Charité – Universitätsmedizin Berlin, Arbeitsbereich ambulante Pneumologie der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie
3: Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, AG Umwelt und Gesundheit
4: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin

 

Das Positionspapier kann auf der Website der DGP als pdf heruntergeladen werden.

Atmen: Luftschadstoffe und Gesundheit:


Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP), die bedeutendste medizinische Fachgesellschaft für Atemwegserkrankungen und Lungenheilkunde in Deutschland, veröffentlicht wissenschaftliches Positionspapier.

Es fasst den aktuellen Wissensstand zu den Gesundheitseffekten von Luftschadstoffen zusammen und leitet daraus Empfehlungen für einen umweltbezogenen Gesundheitsschutz ab. Das Positionspapier entstand unter der der Federführung des Helmholtz Zentrums München, Institut für Epidemiologie, in Zusammenarbeit mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Universität Bielefeld und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Das Positionspapier wurde am 27. November 2018 vom DGP Vorstand und den beteiligten Wissenschaftlern in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin einem Kreis aus Gesundheits-, Verkehrs- und Umweltpolitikern vorgestellt. Das Papier fasst die aktuellen Erkenntnisse internationaler Studien zu Gesundheitseffekten auf Atemtrakt, Herz-Kreislaufsystem, metabolische Prozesse, das zentrale Nervensystem und das ungeborene Leben, den Fötus, zusammen. Daraus abgeleitet stellt es zudem vier Forderungen an Politik und Gesellschaft, die Emissionen aus Industrie, Landwirtschaft und Verkehr weiter zu verringern. Allen voran plädiert die DGP für eine weitere Senkung der EU-Grenzwerte für Feinstaub, Stickoxide und anderer Luftschadstoffe.

Der Schirmherr der Veranstaltung, Michael Hennrich (MdB), Obmann des Ausschusses für Gesundheit, betont in seiner Eröffnung die Bedeutung der DGP-Initiative für Deutschland und Europa: Umweltschadstoffe verursachten allein in Europa jährlich Kosten von 280 Milliarden Euro, 5,2 Millionen Lebensjahre gingen verloren. Gesunde Luft für alle sei ein zentrales Ziel. Hierfür gelte es, vom isolierten Betrachten einzelner Luftschadstoffe und Maßnahmen wegzukommen und stattdessen die Zusammenhänge in den Fokus zu nehmen.

Professor Klaus Rabe, Präsident der DGP, kritisierte die bislang eher schwache Lobby für Umweltmedizin und wies auf die vielfältigen gesundheitlichen Folgen von erhöhter Luftschadstoffbelastung hin. In der Diskussion käme zudem der Aspekt der Prävention bislang zu kurz.

Im Hauptvortrag präsentierte Professor Holger Schulz die wichtigsten Aspekte des Positionspapiers. In der anschließenden Diskussion beantwortete er Fragen der Gäste mit Unterstützung der anwesenden Autoren Professorin Barbara Hoffmann, Dr. Alexandra Schneider, Dr. Josef Cyrys und Professor Christian Witt. Um die Luftqualität in Deutschland nachhaltig zu verbessern, sei ein gesellschaftliches Umdenken notwendig. Sowohl Industrie als auch Einzelpersonen könnten durch saubere Technologien und bewusstes Verhalten dazu entscheidend beitragen. Die Aufgabe der Politik ist die entsprechenden Anreize und Regularien dafür zu schaffen.

Das Positionspapier der DGP vom 27.11.2018 ist hier als pdf-Datei abrufbar:  https://pneumologie.de/fileadmin/user_upload/DGP_Luftschadstoffe_Positionspapier_20181127.pdf

Ebenso kann dort die Pressemitteilung zu der Publikation als pdf heruntergeladen werden.

Erste Presseberichte zum Positionspapier können hier abgerufen werden:

 

v.l.n.r.: Prof. Rabe, Prof. Witt, Prof. Hoffmann, Dr. Schneider, Prof. Schulz, Dr. Cyrys

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