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26.05.2020

Hitze & COVID-19

Diesen Sommer muss bei der Prävention hitzebedingter Gesundheitsschäden gleichzeitig dem Infektionsrisiko durch SARS-CoV-2 Rechnung getragen werden

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Hohe Temperaturen und Hitzewellen können im Sommer für viele Menschen Gesundheitsbeeinträchtigungen mit sich bringen. Besonders anfällig sind ältere Menschen, und solche mit Vorerkrankungen (z.B. mit Herz-Kreislauf oder Atemwegserkrankungen, Erkrankungen der Niere oder psychische Erkrankungen), kleine Kinder und alle, die im Freien arbeiten.

Durch eine Reihe von Vorsorgemaßnahmen lassen sich die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Hitze weitgehend vermeiden. Diesen Sommer muss bei der Umsetzung von Hitzeaktionsplänen und von Gesundheitshinweisen zur Prävention hitzebedingter Gesundheitsschäden dem Infektionsrisiko durch SARS-CoV-2 Rechnung getragen werden, z.B. weil die Risikogruppen für hitzebedingte Gesundheitsauswirkungen und für schwere Verläufe einer COVID-19 Erkrankung sich weitgehend überschneiden und damit deren Schutz besonders gefordert ist.

Experten vom Helmholtz Zentrum München, dem Universitätsklinikum Heidelberg und der Deutschen Allianz Klimawandel & Gesundheit (KLUG) haben in einer ad hoc Arbeitsgruppe vier Informationsblätter für diese besondere Herausforderung zusammengestellt: allgemeine Hinweise für besonders betroffene Bevölkerungsgruppen, für Ärzte, für Pflegeheime und für medizinisches Personal, das bei großer Hitze in Schutzausrüstung arbeiten muss: https://hitze2020.de.

 

Weitere Informationen:

 

Contact: 

Dr. Franziska Matthies-Wiesler
Institute of Epidemiology
Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH)
Ingolstädter Landstr. 1
D-85764 Neuherberg
Tel. +49 89 3187 43604

 

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Allergien und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 19 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören. 

Das Institut für Epidemiologie (EPI) erforscht die Zusammenhänge von Umwelt, Lebensstil und Genetik bei der Entstehung und Progression verschiedener Krankheiten. Im Fokus stehen Stoffwechsel-, Atemwegs- und allergische Erkrankungen, aber auch Herzkreislauferkrankungen und die mentale Gesundheit. Das Ziel ist auf der einen Seite, die molekularen Mechanismen der Krankheitsentstehung in der Bevölkerung besser zu verstehen. Auf der anderen Seite dienen die wissenschaftlichen Studien dazu, neue Wege in der Prävention auf individuellerer Ebene zu gehen als auch eine evidenzbasierte Gesundheitsvorsorge durch verbesserte Umweltbedingungen zu ermöglichen. Die Forschung stützt sich unter anderem auf die einzigartigen bevölkerungsbasierten KORA-Ressourcen (Kohorte, Herzinfarktregister, Aerosol-Messstation). Folgestudien innerhalb der Kohorte ermöglichen die Untersuchung von Frühformen und Komplikationen ausgewählter chronischer Erkrankungen und deren Verbreitung in der Bevölkerung. Darüber hinaus kommen Daten und biologische Proben aus den Geburtskohorten GINI und LISA. Das Institut ist zudem federführend an Planung und Aufbau der NAKO Gesundheitsstudie beteiligt und baut das zentrale Bioproben-Lager der NAKO.