KKG Biomarker zur Subklassifikation von Typ 2 Diabetes mellitus

Medizinischer Hintergrund

Der Typ-2-Diabetes („Altersdiabetes“) ist eine sehr häufige Stoffwechselerkrankung mit lebensbedrohlichen Folgeschäden. Erbliche Faktoren und Umwelteinflüsse wie Übergewicht, Bewegungsarmut und Rauchen spielen bei seiner Entstehung zusammen. Der Verlauf der Krankheit ist dabei ab Diagnosestellung meist fortschreitend, das heißt, therapeutisch immer schwieriger zu kontrollieren. Es wäre daher sehr wichtig, Menschen mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes bereits zu finden, wenn ihr Zuckerstoffwechsel noch normal ist. Dann könnten vorbeugende Maßnahmen sehr viel früher und gezielter beginnen, um den Ausbruch der Erkrankung zu verhindern oder zumindest zu verzögern. Bisher stehen allerdings noch keine diagnostischen Parameter oder „Biomarker“ zur Verfügung, die so früh eine Identifizierung von Risikopersonen ermöglichen würden.

Der Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes ist eine Störung des Zuckerstoffwechsels, die zeitlich begrenzt während einer Schwangerschaft auftritt. Ursächlich ist der in dieser Zeit erhöhte Insulinbedarf. Frauen, die einen Gestationsdiabetes entwickeln, haben auch ein deutlich erhöhtes Risiko für einen späteren Typ-2-Diabetes, da die genetische Grundlage für beide Erkrankungen sehr ähnlich ist. In den Jahren nach der „diabetischen Schwangerschaft“ haben betroffene Frauen aber zunächst wieder einen normalen Zuckerstoffwechsel.

Das zentrale Projekt der KKG ist eine klinische Studie mit Frauen, die einen Gestationsdiabetes hatten. Durch die Mithilfe dieser Probandinnen bietet sich die einmalige Möglichkeit, Personen mit einem bereits nachgewiesenen Diabetesrisiko zu untersuchen, während ein unbeeinträchtigter Zuckerstoffwechsel besteht. Dadurch sind die Grundvoraussetzungen gegeben, um die im ersten Abschnitt beschriebenen Biomarker identifizieren zu können.

Projektziel

Wir wollen diagnostische Parameter (Biomarker) identifizieren, die bereits bei Menschen mit einem normalen Zuckerstoffwechsel ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes anzeigen können.

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