Auszeichnungen

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14.01.2019

Helmholtz-Experten weltweit als Gastprofessoren gefragt

Der Austausch mit anderen Forschern und Institutionen ist ein wesentlicher Bestandteil des Wissenschaftsbetriebs und Teil der Strategie des Helmholtz Zentrums München. Zwei neue Gastprofessuren unterstreichen das: Jerzy Adamski wird in Singapur das Thema Stoffwechselerkrankungen voranbringen, Hernán López-Schier wird sich an der Harvard University den Neurowissenschaften widmen.

© Fotolia/Daniel Jdzura

Prof. Dr. Jerzy Adamski leitet am Helmholtz Zentrum München die neu gegründete Selbständige Abteilung Molekulare Endokrinologie und Metabolismus (MEM) sowie die Core Facility des Genomanalysezentrums (GAC).

Nun sind seine Fähigkeiten auch in Fernost gefragt: Jerzy Adamski wurde von der Fakultät für Biochemie, Yong Loo Lin School of Medicine, der Universität von Singapur zu einer Gastprofessur eingeladen. In diesem Rahmen wird er sich an der Studentenausbildung beteiligen. Neben der Lehre ist Adamski aber auch daran interessiert, ein internationales Austauschprogramm für Doktoranden und Postdocs zwischen der Universität von Singapur und dem Helmholtz Zentrum München aufzubauen. Darüber hinaus möchte der Stoffwechselexperte dadurch die Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen bei der Erforschung der Mechanismen von Stoffwechselkrankheiten stärken. „Wobei der Schwerpunkt auf der Implementierung und Anwendung von Metabolomics- und Lipidomics-Analytik liegt", so der neue Gastprofessor.

Neurowissenschaften in Harvard

Die selbständige Abteilung Sensory Biology and Organogenesis untersucht am Helmholtz Zentrum München zelluläre, molekulare und physiologische Reaktionen auf mechanische Reize und sensorische Störungen anhand des Modellsystems Zebrafisch. Schwerpunkte unter Leiter Dr. Hernán López-Schier sind physikalische und mechanische Eigenschaften des Gewebes. Kürzlich war es den Wissenschaftlern gelungen, die Regeneration von verletzten Nervenbahnen in lebenden Fischen durch Licht zu stimulieren. Sie verwendeten dazu die sogenannte Optogenetik, also durch Licht steuerbare Proteine.

Auch die Universität von Harvard wurde auf die Fähigkeiten von López-Schier aufmerksam und hat ihn zum Visiting Scholar für das Jahr 2019 ernannt. Am Department für Molekular- und Zellbiologie wird er sich sowohl der Lehre als auch der Kollaboration mit den dortigen Kollegen widmen.

Der Austausch geht auf einen sogenannten BRAIN Initiative Grant der amerikanischen Gesundheitsbehörde NIH zurück. Die ‚Brain Research through Advancing Innovative Neurotechnologies‘ (kurz BRAIN) Initiative besteht seit sechs Jahren und hat den Anspruch, das ambitionierteste neurowissenschaftliche Projekt zu sein. Ziel ist die Entwicklung neuer Technologien, um die Funktion des Gehirns besser zu verstehen. Das Labor von López-Schier wurde als eines von dreien ausgewählt, die nicht in den USA ansässig sind.

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Allergien und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 19 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören. 

Die Abteilung Genome Analysis Center (GAC) ist Teil des Instituts für Experimentelle Genetik (IEG). Als Core Facility konzentriert sich die Arbeit von GAC darauf, die komplexen Prozesse zu erforschen, die der Entstehung und Progression von komplexen Krankheiten zugrunde liegen sowie umweltbedingte Herausforderungen für die menschliche Gesundheit. GAC Metabolomics (www.gac-munich.de) verfügt zudem über modernstes Knowhow und Erfahrung bei der Analyse und Interpretation von Daten aus Studienkohorten, tierischen Proben sowie Zellkulturanalysen.

Die selbstständige Abteilung Sensory Biology and Organogenesis (SBO) untersucht zelluläre, molekulare und physiologische Reaktionen auf mechanische Reize und sensorische Störungen anhand des Modellsystems Zebrafisch. Schwerpunkte sind physikalische und mechanische Eigenschaften des Gewebes. Die Ziele sind, die Mechanismen zur Steuerung von Entwicklung, Selbstregulierung und Regeneration des sensorischen Systems und die Evolution der Sinnesorgane zur Wahrnehmung der Umwelt zu untersuchen.

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