Auszeichnungen

Auszeichung
27.02.2019

Heinz Maier-Leibnitz-Preis für Henriette Uhlenhaut

© Helmholtz Zentrum München

Die Wissenschaftlerin Prof. Henriette Uhlenhaut wird mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2019 ausgezeichnet. Henriette Uhlenhaut ist Gruppenleiterin am Institut für Diabetes und Krebs des Helmholtz Zentrums München sowie Professorin für Stoffwechsel-Biochemie und -Genetik am Genzentrum der Fakultät für Chemie und Pharmazie der LMU.

Uhlenhaut befasst sich in ihrer Forschung mit den Mechanismen der Genregulation, die den Hormonantworten unseres Körpers zugrunde liegen. Sie untersucht die Signalübermittlung sogenannter Glukokortikoid-Hormone auf molekularer Ebene sowie ihre physiologischen Folgen für das Immunsystem und den Stoffwechsel. Sie leistet damit wertvolle Beiträge für die biomedizinische Grundlagenforschung, sowohl was Ansätze für neue Therapien betrifft, als auch die Pathologie der Krankheitsentstehung. Die Erkenntnisse ihrer Forschung könnten die Nebenwirkungen von Kortison-Präparaten verhindern und somit vielen von entzündlichen Erkrankungen Betroffenen zu neuer Lebensqualität verhelfen.

Henriette Uhlenhaut studierte Biotechnologie an der Technischen Universität Braunschweig sowie an der Georgia Tech, Atlanta, USA. Ihre Diplomarbeit entstand am Salk Institute in San Diego, ebenfalls USA. Ihre Promotion fertigte sie am European Molecular Biology Laboratory, kurz EMBL, in Heidelberg an, wobei hier der Fokus bereits auf menschlichen Erkrankungen lag. Es folgten Post-Doc-Tätigkeiten am Salk Institute sowie am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin. Uhlenhaut leitete von 2013 bis 2018 die Emmy Noether-Gruppe „Molekulare Endokrinologie“ am Institut für Diabetes und Adipositas am Helmholtz-Zentrum München. 2014 wurde sie mit einem Starting Grant des European Research Council (ERC) ausgezeichnet. Zudem ist sie Mitglied im Sonderforschungsbereich Chromatindynamik (SFB 1064) sowie im SFB 205 „Adrenal Gland“.

Mit dem renommierten Heinz Maier-Leibnitz-Preis zeichnen die DFG und das Bundesministerium für Bildung und Forschung in diesem Jahr zehn Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus. Der Preis ist mit je 20.000 Euro dotiert.

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Allergien und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.500 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 19 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören. 

Die LMU ist eine der führenden Universitäten in Europa mit einer über 500-jährigen Tradition. Sie bietet ein breites Spektrum aller Wissensgebiete – die ideale Basis für hervorragende Forschung und ein anspruchsvolles Lehrangebot. Es reicht von den Geistes- und Kultur- über Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bis hin zur Medizin und den Naturwissenschaften. 15 Prozent der 50.000 Studierenden kommen aus dem Ausland – aus insgesamt 130 Nationen. Das Know-how und die Kreativität der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bilden die Grundlage für die herausragende Forschungsbilanz der Universität. Der Erfolg der LMU in der Exzellenzinitiative, einem deutschlandweiten Wettbewerb zur Stärkung der universitären Spitzenforschung, dokumentiert eindrucksvoll die Forschungsstärke der Münchener Universität. 

Das Institut für Diabetes und Krebs (IDC) ist Mitglied des Helmholtz Diabetes Zentrums (HDC) am Helmholtz Zentrum München und Partner im gemeinsamen Heidelberg-IDC Translationalen Diabetes-Programm. Das Institut für Diabetes und Krebs ist eng in das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) und in den Sonderforschungsbereich (SFB) "Reaktive Metaboliten und Diabetische Komplikationen" an der Medizinischen Universität Heidelberg integriert. Das IDC erforscht die molekularen Grundlagen schwerer metabolischer Erkrankungen, wie dem Metabolischen Syndrom und Typ 2 Diabetes, und deren Bedeutung für die Tumorentstehung und -progression. 

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