Diagnose

Der Verdacht auf einen Herzinfarkt ergibt sich aus den Beschwerden des Patienten, wobei hier der Brustschmerz ein Leitsymptom ist. Um die Diagnose zu sichern und andere Krankheiten auszuschließen werden bereits im Rettungswagen bzw. nach Aufnahme in das Akutkrankenhaus einige Untersuchungen durchgeführt:

  •     EKG
  •     Blutuntersuchung
  •     Herz-Ultraschall/Echokardiografie
  •     Herzkatheter

EKG

Im Elektrokardiogramm (EKG) zeigen sich im Falle eines Herzinfarkts typische Veränderungen, die auch auf die Größe und den Ort des Infarkts hinweisen. Auch Herzrhythmusstörungen lassen sich im EKG nachweisen. Diese sind die häufigsten Komplikationen eines frischen Infarkts. Nicht immer zeigen sich EKG-Veränderungen bereits kurz nach dem Eintreten eines Herzinfarkts, sondern werden erst einige Stunden später sichtbar. Deshalb werden bei Verdacht auf einen Herzinfarkt in der Regel im Abstand von einigen Stunden mehrere Untersuchungen durchgeführt.

 

EKG-Veränderungen bei einem Hinterwandinfarkt. Die Pfeile zeigen auf die typischen Veränderungen (Hebungen) der sogenannten "ST-Strecke".

Grafik: J. Heuser | Wikipedia |Lizenz: Creative Commons BY-SA 3.0


Blutuntersuchung

Bei einem Herzinfarkt sterben Herzmuskelzellen ab und setzen bestimmte Eiweiße frei, die im Blut des Menschen nachweisbar sind. Zu diesen Eiweißen gehören das Troponin T, Troponin I, Myoglobin sowie Creatinkinase (CK) und deren Untereinheit MB (CK-MB). Die Buchstaben M und B stehen für "Muskel“ und "Brain (Gehirn)“ und bezeichnen die Entstehungsorte. Es dauert allerdings einige Stunden bis man eine Erhöhung dieser Eiweiße im Blut nachweisen kann.

Herz-Ultraschall/Echokardiografie

Ein Herz-Ultraschall (Echokardiografie) kann bei der Diagnose helfen, wenn das EKG keine Veränderungen zeigt, aber die Beschwerden stark auf einen Herzinfarkt hinweisen. Im Herz-Ultraschall kann der Arzt erkennen, ob sich die betreffenden Herzabschnitte normal bewegen. Ist die Durchblutung durch einen Infarkt beeinträchtigt, sind sog. Wandbewegungstörungen nachweisbar.

Herzkatheter

Durch eine Herzkatheteruntersuchung kann man feststellen, ob, und wenn ja, welche Herzkranzgefäße verengt oder verschlossen sind. Diese Untersuchung dient auch als Vorbereitung einer perkutanen transluminalen Koronarangiografie (PTCA) oder einer perkutanen Koronarintervention (PCI), bei der das verstopfte Gefäß mithilfe eines Ballons oder Stents erweitert wird (siehe "Behandlung in der akuten Phase").

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