Das Institut

Das Institut für Asthma- und Allergieprävention

Asthma ist eine entzündliche Atemwegserkrankung, die mit reversibler Atemwegsobstruktion einhergeht und Symptome wie pfeifende Atemgeräusche und Kurzatmigkeit hervorruft. Asthma ist keine Einzelerkrankung, sondern vielmehr ein Syndrom aus vielen, bislang noch nicht vollständig charkterisierten und beschriebenen Phänotypen. Einige dieser Phänotypen sind stark mit Allergien assoziiert. Viele erkrankte Kinder haben lebenslang Beschwerden. Asthma kann jedoch auch erst später im Leben auftreten und betrifft dann vor allem Frauen und Raucher, ist weniger eindeutig mit Allergien assoziiert und oft therapieresistent. Asthma hat eine hohe Prävalenz, einen chronisch rezidivierenden Verlauf, stellt eine Belastung für die Familie, das Gesundheitssystem und die Gesellschaft als ganze dar und verursacht enorme soziale und ökonomische Gemeinkosten.

Asthma ist ein komplexes Syndrom, das durch eine Vielzahl an genetischen und Umweltfaktoren bestimmt wird. Unter den genetischen Faktoren haben sich Polymorphismen am 17q21-Locus, der im Rahmen der von mir ko-koordinierten GABRIEL-Studie entdeckt wurde, als der wichtigste Genlocus in der Kindheit erwiesen. Unter den Umweltfaktoren sind es mikrobielle Expositionen, wie sie auf Bauernhöfen in Europa vorkommen, die vor Asthma und allergischen Atemwegserkrankungen schützen. Der frühkindliche Kontakt mit Kuhställen und Scheunen sowie der Verzehr von unbehandelter Kuhmilch sind die wesentlichen protektiven Faktoren im bäuerlichen Umfeld. Diese Effekte haben sich als bemerkenswert konsistent erwiesen und bewirken eine drastische Minderung des Erkrankungsrisikos um mehr als 70 Prozent. Diese Beobachtungen legen deutlich nahe, dass effektive und wirksame Mittel für die Prävention von Asthma und Allergien entwickelt werden können.

Die Arbeit des Instituts für Asthma- und Allergieprävention konzentriert sich auf drei Punkte:

  1. die umfassende Charakterisierung der Asthmaphänotypen im Rahmen der klinischen „ALLIANCE“-Kohorte des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL),
  2. die Identifikation der asthma- und allergieprotektiv wirkenden mikrobiellen Faktoren (HERA-Studie und andere)
  3. die Entwicklung neuartiger Strategien zur Asthma- und Allergieprävention aufgrund der Ergebnisse aus den Bauernstudien

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