News

24.03.2021

Prof. Claudia Traidl-Hoffmann bei "Siblers DenkRäume - der Podcast"

Was macht uns gesund, was macht uns krank? Umweltmedizinische Forschung in Zeiten von Klimawandel und Pandemie

Am 2. März startete „Siblers DenkRäume“:  der Podcast zu Wissenschaft und Forschung in Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. In Gesprächen mit renommierten Bayerischern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern geht Staatsminister Sibler Lösungsansätzen für die Herausforderungen unserer Zeit nach.

Wie wirken sich Umwelt und Klima auf unsere Gesundheit aus? Wo kann Künstliche Intelligenz das Leben leichter machen? Was sagen die Wirkungsgrade der Impfstoffe aus? Und wie entwickeln sich die Therapiemethoden bei Krebs und Autoimmunerkrankungen?

Im Podcast gewähren Forscherinnen und Forscher Einblick in ihre Arbeit und stellen aktuelle Forschungsthemen und -arbeiten vor. „Mit diesen Gesprächen möchte ich zeigen, dass unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jeden Tag daran arbeiten, unsere Welt ein Stück besser zu machen“, betont er anlässlich des Podcast-Starts. Der Podcast ist von der Seite des Staatsministeriums aus über gängige Podcast-Plattformen abrufbar.

In der zweiten Folge, die am 9. März erschienen ist, spricht Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann, Umweltmedizinerin an der Medizinische Fakultät der Universität Augsburg und am Helmholtz Zentrum München darüber, welchen Beitrag umweltmedizinische Forschung für die Gesundheit der Menschen in Zeiten des Klimawandels leisten kann. „Wie macht uns Umwelt krank oder wie hält sie uns gesund?“ fasst Traidl-Hoffmann ihr Forschungsgebiet zusammen. Am Beispiel Allergien untersucht die Medizinerin seit Jahren, welche Umweltfaktoren genau welchen Einfluss auf die Krankheitsentstehung und deren Verlauf haben. Hinzu kommt der Blick auf die Veränderungen, die sich durch den Klimawandel für die Gesundheit der Menschen ergeben. Denn auch hierzulande sind die Folgen beispielsweise von steigenden Temperaturen und der Zunahme extremer Wetterlagen und -ereignisse bereits spürbar. Nicht nur Allergiker leiden darunter, dass es wärmer wird, sondern zum Beispiel auch Diabetiker. Ein Fokus ihrer Arbeit liegt darauf, Resilienz zu fördern, die u.a. durch technologischen Fortschritt verbessert werden kann. Dies umfasst sowohl bessere computerbasierte Forschungsmöglichkeiten, um Zusammenhänge verschiedener Umweltfaktoren erklären zu können, als auch die Entwicklung von Tools, Wearables, Warn-Apps etc., die uns das Leben in Zukunft erleichtern können. Die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Ärzten im Angesicht der Herausforderungen durch die Pandemie sei enorm. Diese würden hoffentlich auch genutzt, um künftig Anpassungsmöglichkeiten für den Klimawandel zu erarbeiten.

Bislang erschienen:

Folge 1: Wenn Viren unser Leben auf den Kopf stellen – die Aufklärungsarbeit der Wissenschaft mit Prof. Dr. Ulrike Protzer

und

Folge 2: Wie der Klimawandel unsere Gesundheit beeinflusst – neueste Erkenntnisse der Umweltforschung in Bayern mit Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann