Indikationsgebiete

Lungentransplantation

Hintergrund:
Die Lungentransplantation stellt für viele Lungenerkrankungen wie COPD, Emphysem oder DPLD die letzte therapeutische Option dar, wenn ein weiter fortgeschrittenes Stadium erreicht ist. In Deutschland wurden 2014 rund 350 Lugentransplantationen durchgeführt, mit steigendem Trend. Die Zahl der neu auf die Warteliste aufgenommenen Patienten liegt stabil bei etwa 400 pro Jahr. Viele Patienten sind nach jeweils etwa fünf Jahren erneut auf ein Spendeorganangewiesen, da es durch den sog. CLAD (Chronic lung allograft dysfunction) häufig zum Organversagen kommt. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate von Transplantierten liegt bei etwa 50%. Bereits die Lungentransplantation für sich allein genommen ist ein kostenintensive Maßnahme. Hinzu kommen Folgekosten beispielsweise aus der lebenslangen Immunsupression der Transplantierten. Aufgrund der begrenzten Ressourcen im Gesundheitssystem ist eine gesundheitsökonomische Evaluation hochspezialisierter Maßnahmen wie der Lungentransplantation wichtig, um eine angemessene Vergütung der Leistungs-erbringer zu gewährleisten und die Weiterentwicklung einer patientenzentrierten Versorgung für lungentransplantierte Personen zu unterstützen.
In diesem Zusammenhang sind zusätzliche Informationen zur Lebensqualität der betroffenen Patienten entscheidend, doch die entsprechende Evidenzlage ist zur Zeit lückenhaft.

Forschungsfragen und Projekte:

  • Analyse der Kosten einer Lungentransplantation aus Perspektive des Krankenhauses
  • Erfassung der Lebensqualität von Patienten vor und nach Lungentransplantation im Zeitverlauf
  • Untersuchung der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen vor und nach Lungentransplantation im Zeitverlauf

Kooperationspartner:

Publikationen:
Lung transplantation in the spotlight: Reasons for high-cost procedures.
J. Heart Lung Transpl. 35, 1227-1236 (2016)

 

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