Quantitative Methoden in der Gesundheitsökonomie

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Die Arbeitsgruppe 1 befasst sich mit der Anwendung ökonometrischer Verfahren auf Daten aus Kohorten- und Panelstudien. Die AG1 unterstützt empirische Forschungsvorhaben am Institut und betreibt in ausgewählten Bereichen Methodenentwicklung.

Inhaltlich stehen dabei Prävention und Versorgung chronischer Erkrankungen, vor allem des Diabetes mellitus, im Mittelpunkt.

Die AG1 beschäftigt sich mit folgenden Forschungsschwerpunkten:

  1. Die Analyse gesundheitlicher Folgen lebenslaufspezifischer Ereignisse, insbesondere dem Renteneintritt. Longitudinale Datensätze aus der KORA-Forschungsplattform und dem Sozioökonomischen Panel (SOEP)dienen als Studienbasis. Resultierende Forschungsergebnisse sind aufgrund des demographischen Wandels von besonderer gesellschaftlicher Bedeutung.
  2. Die Anwendung verhaltensökonomischer Erkenntnisse auf gesundheitsbezogene Fragestellungen. Hierzu werden unter anderem neue Befragungsinstrumente, etwa im Rahmen der KORA-Studie, entwickelt und leisten somit einen wichtigen Beitrag auf dem noch immer jungen Gebiet der Verhaltensökonomik.
  3. Die Evaluation und Weiterentwicklung etablierter quantitativer Methoden in unterschiedlichen Kontexten. Beispiele hierfür sind Ansätze zur Messung individueller Zahlungsbereitschaften für Gesundheitsverbesserungen oder Instrumente zur Messung regionaler und sozialer Ungleichheit. Entscheidungsträger im Gesundheitswesen sind zunehmend angewiesen auf fortgeschrittene Methoden zur Abschätzung der Konsequenzen ihrer Entscheidungen.