Abgeschlossene Projekte

DIAB-CARE: Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung bei Typ 2 Diabetes – Gesundheitsbezogene Lebensqualität (Teilprojekt 24a, Modul 3)
Leiter/Team:Prof. R. Holle, Dr. M. Schunk, Dr. P. Reitmeir
Projektträger:BMBF
Projektbeginn:12/2011
Kurzbeschreibung:Das Projekt ist ein Teilprojekt des Themenbereichs „Epidemiologie, Gesundheitsvorsorge- und ökonomie – Typ 2 Diabetes“. Dieses Vorhaben wird im Rahmen der zweiten Förderphase des „Kompetenznetz Diabetes“ vom BMBF gefördert.

In der ersten Förderperiode des Kompetenznetz Diabetes wurde durch Zusammenführung der Daten aus sechs deutschen Gesundheitssurveys eine bevölkerungsbasierte Datenbasis von 15.071 Studienteilnehmern im Alter von 45 bis 74 Jahren, darunter 1287 Diabetiker, generiert. Aufbauend auf ersten Forschungsergebnissen und unter Verwendung neuer Nachbeobachtungsdaten sollen längsschnittliche Fragen aus den Bereichen Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung zu Typ 2 Diabetes (T2DM) untersucht werden.
Zielsetzung:Im Rahmen des Teilprojekts 24a, Modul 3 bearbeitet die AG2 folgende Fragestellung:
 
  • Gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQL) bei T2DM

Bevölkerungsbasierte Daten zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität von Typ 2 Diabetikern sind wichtige Parameter für gesundheitsökonomische Entscheidungsmodelle, mit deren Hilfe man die Kosten-Effektivität von Maßnahmen zur Prävention und Behandlung des Diabetes untersucht.

Längsschnittliche Analysen von Daten zur Lebensqualität (SF12/SF36) durch die gemeinsame Auswertung mehrerer großer regionaler und überregionaler Studien (KORA S4-F4 (Augsburg); SHIP 0-SHIP 2 (Greifswald); CARLA -CARLA  Follow-up (Halle); BGS98 – DEGS1 (bundesweit)) sollen für den Bereich Diabetes wichtige Referenzwerte für Deutschland liefern.

Forschungsfragestellungen:

  1. Wie ändert sich die gesundheitsbezogenen Lebensqualität von Typ 2 Diabetikern über einen Zeitraum von 5 bis 10 Jahren im Vergleich zu nicht-diabetischen Personen und inzidenten Diabetikern?
  2. Welche Faktoren (wie z.B. Begleiterkrankungen, Körpergewicht, HbA1c Einstellung) hängen mit dem Verlauf der Lebensqualität zusammen?
  3. Führt eine adäquate medikamentöse Therapie (anti-diabetische Medikation, kardiovaskuläre Medikation) zu Verbesserungen der Lebensqualität von Menschen mit Typ 2 Diabetes?
Vorgehen:Im bereits bestehenden Querschnittsdatensatz aus der ersten Förderphase konnten fünf Studien mit einheitlichem Studiendesign bezüglich der gesundheitsbezogenen Lebensqualität ausgewertet werden. Follow-up Daten der Basiskohorten stehen bei vier dieser Studien zur Verfügung. Mit weitgehend einheitlichen Instrumenten haben die einzelnen Studien neben Lebensqualität anhand des SF12 bzw. SF36 auch Angaben zur Diabetesdauer, Therapie und Medikation, das Vorliegen von mikro- und makroangiopathischen Begleiterkrankungen, den sozio-ökonomische Status und die Mortalität zwischen Basis- und Follow-up Untersuchung erfasst.

Nach Zusammenführung der Datensätze soll der Verlauf der gesundheitsbezogene Lebensqualität von Typ 2 Diabetikern beschrieben und mit den Werten von Nicht-Diabetikern verglichen werden. Weiterhin werden Assoziationen zwischen Lebensqualität und möglichen Einflußgrößen über multiple Regressionsmodelle berechnet.