Abgeschlossene Projekte

Initiative Demenzversorgung in der Allgemeinmedizin (IDA)
Leiter/
Team:
Prof. R. Leidl, Prof. R. Holle,
Dr.  P. Menn, H. Hänsch, L. Schwarzkopf 
Projektträger:AOK Bayern, AOK Bundesverband, Eisai GmbH, Pfizer Deutschland GmbH
Laufzeit:2006-2012 
ISRCTN Register No.ISRCTN68329593
Kurzbeschreibung:In einem Modellvorhaben zur Demenzversorgung in der Allgemeinpraxis werden zwei erweiterte Versorgungsangebote und die Routineversorgung verglichen. Die Studie ist als cluster-randomisierte Interventionsstudie angelegt. Im Rahmen des gesamten Projekts betreut das IGM die gesamte ökonomische Evaluation, die Datenhaltung und weite Teile der statistischen Auswertungen.
Zielsetzung:Das Projekt zielt auf die Verbesserung der Versorgungssituation von zu Hause lebenden Demenzkranken im leichten und mittleren Krankheitsstadium sowie die Unterstützung der sie betreuenden Angehörigen ab. Zentrales Zielkriterium bildet die Zeit, die der Patient in häuslicher Umgebung verbleiben kann. Weitere Zielgrößen sind die gesundheitlichen, psychischen und sonstigen Belastungen der betreuenden Angehörigen sowie der mit den verschiedenen Versorgungsangeboten einher gehende Ressourcenverbrauch. Die ökonomische Bewertung findet im Rahmen einer Kosten-Effektivitätsanalyse statt.
Vorgehen:

Im Rahmen der Studie werden die folgenden drei Interventionsgruppen miteinander verglichen:

  1. Normalversorgung, Schulung in der Demenzdiagnostik
  2. Schulung in leitliniengestützter Versorgung sowie Empfehlung und Vermittlung angeleiteter Angehörigengruppen
  3. Schulung in leitliniengestützter Versorgung sowie Empfehlung und Vermittlung angeleiteter Angehörigengruppen sowie zugehender Angehörigenberatung

Den Angehörigen des Studienarms B wurde nach einem Jahr Studienteilnahme zusätzlich die zugehende Angehörigenberatung angeboten.

Die Zuteilung auf die drei Studienarme erfolgte nach Cluster-Randomisation der Hausarztpraxen. Insgesamt haben 129 Hausärzte aus der Region Mittelfranken 390 Patienten mit einem pflegenden Angehörigen in die Studie eingebracht. Die Datenerhebung wurde sowohl bei den Hausärzten als auch bei den Angehörigen bei Aufnahme in die Studie, nach 12 und 24 Monaten sowie bei Umzug des Patienten in ein Pflegeheim durchgeführt. Die Befragung der pflegenden Angehörigen erfolgte anhand eines computergestützten telefonischen Interviews (CATI). Die Versorgungsdaten wurden von der AOK Bayern zur Verfügung gestellt.
 
Ende 2008 wurde die 2-Jahres-Erhebung abgeschlossen. Die Patientendaten wurden im Laufe des Jahres 2009 ausgewertet und die Resultate Anfang 2010 im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert.

Im Jahr 2011 erfolgte eine Auswertung der längerfristigen Effekte auf Basis der 4-Jahres-Daten zum Heimübertritt.

Die Publikation der Gesamtergebnisse ist für das Jahr 2012 geplant.