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Die Rolle der Verhaltensökonomie im Management und der Prävention von Typ 2 Diabetes
Team:Dr. Michael Laxy, PD Dr. Lars Schwettmann, Prof. Holle, Florian Karl
Kooperationspartner:Institut für Epidemiologie II, Helmholtz Zentrum München
Laufzeit:2016 - 2020
Kurzbeschreibung:Verhaltensökonomie ist ein Ansatz in der Ökonomie, der es sich zur Aufgabe gemacht hat anstelle von optimalem ökonomischen Verhalten unter Annahme definierter Präferenzen, dass tatsächliche Verhalten unter Annahme dieser Präferenzen zu untersuchen bzw. vorherzusagen. Zu diesem Zweck bedient sich die Verhaltensökonomie psychologischer Phänomene wie Verlustsangst, Emotionen und Selbstkontrolle. Es besteht der Verdacht, dass entsprechende Phänomene auch das Gesundheitsverhalten beeinflussen.
Zielsetzung:Es ist die Zielsetzung des Projekts, den Einfluss von verhaltensökonomischen Phänomenen auf das Gesundheitsverhalten im Allgemeinen und die Adhärenz bei Typ-2 Diabetes Patienten im Besonderen zu untersuchen. Entsprechende Zusammenhänge würden vermeintlich inkonsistente Gesundheitsentscheidungen vorhersagbar machen. 

Zudem bietet sich die Möglichkeit mehr über die Determinanten dieser Phänomene zu lernen. In Kombination sollen so wichtige Ansatzpunkte und Interventionsmöglichkeiten für die Behandlung und Prävention von Typ 2 Diabetes generiert werde.
Vorgehen:Mittels KORA Daten, insbesondere S4, F4, FF4 und GEFU4, wird der Zusammenhang von verhaltensökonomischen Phänomenen mit dem Gesundheitsverhalten untersucht. Die Ableitung entsprechender Phänomene erfolgt anhand von angegebenen Entscheidungen und Verhaltensweisen im echten Leben sowie mittels zu diesem Zweck entwickelten Fragebogen Modulen.

Verschiedene verhaltensökonomische Module, die in kleinen Studienpopulationen bereits getestet wurden, wurden in die anstehende KORA Fit Studie integriert.