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Die Chimäre der Zahlungsbereitschaft für ein qualitätsbereinigtes Lebensjahr: Inkonsistenzen bekundeter Präferenzen bei systematischer Variation hypothetischer Szenarien
Team:PD Dr. Lars Schwettmann
Kooperationspartner:Prof. Dr. Dr. Marlies Ahlert, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Laufzeit:2 Jahre
Kurzbeschreibung:Zur Messung ihrer Zahlungsbereitschaft für qualitätsbereinigte Lebensjahre (QALYs) werden Befragten Szenarien vorgelegt, in denen sie durch eine hypothetische Zahlung für eine medizinische Behandlung Einbußen an Gesundheit verhindern können. Die Szenarien werden anhand der fünf Attribute Umfang, Dauer und Zeitpunkt der Gesundheitsverschlechterung, (Un-)Sicherheit der Erkrankung und Zahlungsweise charakterisiert und variiert. Damit wird untersucht, ob die individuellen Reaktionen der ZB auf ceteris paribus-Variationen einzelner Attribute im Einklang mit üblichen Annahmen der ökonomischen Theorie stehen.
Zielsetzung:Ziel des Projekts ist es, die Validität etablierter Methoden zur Erhebung von ZB für Gesundheitsverbesserungen zu untersuchen. Wenn Befragte Variationen einzelner Attribute ignorieren oder gar entgegengesetzt zur Theorie reagieren, würde weder die Hochrechnung von Marginaländerungen auf ein QALY noch die Ableitung ‚der‘ Zahlungsbereitschaft für ein QALY konsistent möglich sein.
Vorgehen:Der zugrundeliegende Datensatz wurde im Rahmen des DFG-geförderten Projekts GermanVaQ (German Value of a QALY) in vier Repräsentativbefragungen (2012, 2014) mit insgesamt über 5000 Teilnehmenden erhoben. Die verwendeten Fragebogenversionen enthalten 6 Paare von Szenarien, die sich in genau einer Attributausprägung unterscheiden. Basierend auf Standardannahmen der ökonomischen Theorie werden Hypothesen über die Reaktion der individuellen Zahlungsbereitschaft auf jede ceteris paribus-Variation formuliert und für das individuelle Antwortverhalten der Befragten getestet.